Die Schweizer und die Solothurner Industrie befindet sich in einer soliden Verfassung. Das zeigen die neusten Umfragewerte des Konjunkturbarometers des Forschungsinstitutes KOF der ETH Zürich. Die Konjunkturbeobachter gehen im Schnitt von einem Wachstum des BIP für das laufende Jahr von 2,0 Prozent aus. Auch für die nähere Zukunft dürfte die Schweizer Wirtschaft weiterhin überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen.

Zum einen ist dies auf die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum zurückzuführen, zum anderen auf den gestiegen Welthandel. Auch die Konsumentenstimmung ist zuversichtlich. Die Geschäftslage aus der KOF-Befragung hat sich im ersten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich verbessert (von –15,0 auf 11,6 Punkte).

Der Geschäftsgang im Kanton Solothurn erholte sich noch deutlicher. Im 1. Quartal 2018 stand der Index der gesamten Industrie bei 17,3 Punkten. Im Vorjahresquartal lag er noch beträtlich im Minusbereich bei –26,2 Punkten. Der Geschäftsgang der solothurnischen Unternehmen zeigt, dass die meisten Branchen sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die optimistische Stimmung ist vor allem auf den stabilen Auftragsbestand aus dem Ausland zurückzuführen.

Es wird wieder angestellt

44 solothurnische Unternehmen, welche 4102 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, nehmen an den regelmässigen Branchenumfragen der KOF teil. Sie beurteilen in der April-Befragung den Geschäftsgang mit 36,3 Punkten und damit deutlich besser als vor einem Jahr mit –10,7 Punkten. Auch hier ist das Barometer in den positiven Bereich vorgestossen. 81,2 Prozent der befragten Unternehmen wollen das Personal halten, während 17,1 Prozent sogar beabsichtigen, den Personalbestand auszubauen. Alle Branchen wollen ihr Personal halten oder ausbauen und alle Branchen erwarten einen höheren Bestellungseingang.

* Lukas Walter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit AWW. Aufbereitung der Statistikdaten: Matteo Luccarelli, Kantonales Amt für Finanzen; Grafiken: Guido Savian, Redaktion: Andreas Toggweiler