Smartvote
Fast 17 000 Wählende wollten mit Smartvote wissen, wer zu ihnen passt

Erfolg für die Online- Wahlhilfe Smartvote: Erstmals bei kantonalen Solothurner Wahlen eingesetzt, wurden auf Anhieb über 12 800 Wahlempfehlungen zu den Kantonsrats-, und knapp 4000 zu den Regierungsratswahlen angefordert.

Urs Mathys
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Eine Frau erstellt ihr Smartvote-Profil (Symbolbild/Archiv)

Eine Frau erstellt ihr Smartvote-Profil (Symbolbild/Archiv)

Keystone

Von 174 869 Wahlberechtigten nahmen am 3. März rund 75 680 (oder 43,3 Prozent) an den Kantonsratswahlen teil. Bei 12 800 angeforderten Smartvote-Wahlempfehlungen darf somit darauf geschlossen werden, dass 17 Prozent der Wählenden sich auch auf diesem Weg ein Bild über die Kandidaturen gemacht haben. Bei 71 Prozent der Anfragen wollten Wählerinnen und Wähler erfahren, welche Kandidatinnen und Kandidaten am besten zur eigenen politischen Haltung passen. 29 Prozent der Interessierten fragten nach der passendsten Parteiliste.

Die Nachfrage-Zahlen zu den Solothurner Kantonsrats- und Regierungsratswahlen könnten sich auch im interkantonalen Vergleich sehen lassen, unterstreicht der Smartvote-Verantwortliche Michael Erne. Die politisch unabhängige Wahlplattform Smartvote hatte die Angaben im Auftrag von Solothurner Zeitung/Grenchner Tagblatt sowie von Radio SRF bei den Kandidierenden erhoben.

Wochen vor den Wahlen noch keine Meinung

Die grösste Nachfrage nach Wahlempfehlungen zu den Kantonsratswahlen verzeichnet Erne mit 4551 (oder 35 %) für die Amtei Solothurn-Lebern, gefolgt von Olten-Gösgen mit 3252 (25 %), Bucheggberg-Wasseramt mit 2833 (22 %), Thal-Gäu mit 1449 (11 %) und Dorneck-Thierstein mit 747 Anfragen (6 %). Bemerkenswert ein Blick auf den Zeitverlauf: Wer meint, dass die Meinungen schon Wochen vor den Wahlen gemacht seien, der täuscht sich offensichtlich gewaltig: Die höchsten Zugriffszahlen wurden - mit täglich 200 bis über 450 - in den zwei Wochen vor den Wahlen registriert. Selbst am Wahlwochenende vom 2./3. März waren es noch je über 400 täglich.

Kandidaten machten aktiv mit

Bereits die Beteiligung der Kandidatinnen und Kandidaten beim Ausfüllen der Smartvote-Fragebogen sei im interkantonalen Vergleich überdurchschnittlich gewesen, bilanziert Michael Erne. Alle neun Kandidierenden für den Regierungsrat und 397 von 447 Bewerberinnen und Bewerbern (89 Prozent) für den Kantonsrat hatten die Fragen zu den diversen Politikfeldern beantwortet. Am vorbildlichsten waren die Kandidierenden der FDP und der EDU mit je 100 Prozent, gefolgt von jenen der Grünen und der GLP (93). Am zugeknöpftesten gaben sich die Bewerber der SVP, von denen nur drei Viertel den Fragebogen ausfüllen mochten.

Interessant auch hier der Blick auf das regional unterschiedliche Engagement: In der Amtei Thal-Gäu hatten sich 94 Prozent der Kandidierenden beteiligt, in Solothurn-Lebern 92, in den Amteien Bucheggberg-Wasseramt und Olten-Gösgen je 89, während im Schwarzbubenland nur 76 Prozent mitmachten.

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