«Ich fuhr sieben Mal hin und her», berichtet «Fährimaa» Erwin Minder gegenüber Tele M1. Dabei habe er ungefähr 90 Personen transportiert. Minder und Marianne Müller haben den Schiffbruch beobachtet und sofort gehandelt. Die Fähre, welche normalerweise Altreu mit Leuzigen verbindet, wurde kurzerhand zum Rettungsboot.

Als Held mag sich Erwin Minder aber nicht sehen. «Es war eine ganz normale Sache», findet er. «In solchen Situation hilft doch jeder Mensch.»

Das Umsteigen vom grossen Kursschiff auf die kleine Fähre war nicht ganz einfach, so Mariann Müller. Doch die Passagiere seien alle ruhig gewesen, so dass es zu keinen Problemen kam.

Kaum Schäden

Mittlerweile wurde der Schaden untersucht. Polizeitaucher haben die MS Rousseau am Mittwoch begutachtet, nachdem diese nach Solothurn geschleppt wurde. «Das Schiff hat fast keine Schäden davongetragen», weiss Thomas Erne, Leiter der Bielersee Schifffahrtsgsesellschaft BSG.

Die «MS Rousseau» war am Dienstagnachmittag mit 148 Passagieren an Bord wegen eines technischen Defekts bei Altreu auf Grund gelaufen.