Um Hausarrest oder eine teilbedingte Gefängnisstrafe kommt Arthur F.* nicht herum. Das zeigt das am Dienstag veröffentlichte Urteil des Amtsgerichtes Bucheggberg-Wasseramt. Angeklagt war der Monteur, weil er mehrfach illegale pornografische Inhalte aus dem Internet geladen hatte.

Staatsanwältin Melanie Wasem hatte auf einen Freiheitsentzug von 24 Monaten mit mindestens 6 Monaten unbedingter Freiheitsstrafe plädiert. Strafverteidiger Markus Jordi hatte entgegengehalten, sein Mandant habe durch das willkürliche Downloaden von Videos aus Suchlisten gar nicht bewusst nach kinderpornografischen Inhalten gesucht. Verdächtige Videos habe er sofort gelöscht.

Das Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt folgte der Staatsanwaltschaft. Gemäss Amtsgerichtspräsident Ueli Kölliker müsse Arthur F. «beim Grossteil der Videos bewusst gewesen sein, um welchen Inhalt es sich dabei handle.» Er habe den Download kinderpornografischer Videos «in Kauf genommen» und handelte damit eventualvorsätzlich.

Als strafmildernd betrachtete das Gericht, dass der Zugang Dritter zu den Videos nicht bestätigt werden konnte. Zudem habe sich F. schliesslich durch den Besitz und nicht durch die Herstellung illegaler Videos strafbar gemacht.

Das Gericht sprach sich für eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 16 Monaten aus, von welchen 6 Monate teilbedingt im Gefängnis oder «in Hausarrest» verbüsst werden müssen. Für die restlichen 10 Monate sprach Kölliker eine Bewährung von 4 Jahren aus.

Das Gericht betonte, dass das Aufrechterhalten des sozialen und beruflichen Umfeldes im Vordergrund stehen sollte und man daher zum teilbedingten Freiheitsentzug fand. (peg)

*Name geändert