Der Kanton Solothurn lässt seit rund sieben Jahren sämtliche Steuerdaten extern bei der Firma RR Donnelley im zürcherischen Urdorf einscannen, damit die Veranlagungen anschliessend vom Steueramt auf elektronischem Weg erstellt werden können.

«Seit der damaligen Auftragsvergabe sind sowohl die Sensibilität in der Bevölkerung für Themen des Datenschutzes und der Datensicherheit als auch die technischen Anforderungen in diesen Bereichen gestiegen», schreibt die Geschäftsprüfungskommission (GPK) in einer Mitteilung.

Die Kommission sehe sich nicht in der Lage, «die komplexen Fragen im Zusammenhang mit der organisatorischen und technischen Datensicherheit alleine zu beurteilen». Deshalb will sie einen unabhängigen Sachverständigen beiziehen, der das System überprüft und ihr Bericht erstattet.

Der Bericht soll laut GPK-Präsident Peter Brügger (FDP) noch in diesem Jahr vorliegen. 

Das externe Scanning der Steuerdaten habe bisher zu keinen Problemen geführt, so die GPK. Der Kommission «ist es aber ein Anliegen, dass die im Kanton Steuerpflichtigen darauf vertrauen können, dass die Sicherheit der sensiblen Steuerdaten auch unter heutigen Gesichtspunkten gewährleistet ist». (ldu/sva)