Solothurner Querulant

Ex-Vormund über Kuno W.s Schützenaktivitäten: «Das ist völlig unverständlich»

Den Bock zum Gärtner gemacht? Kuno W. stand bei den Sportschützen Leberberg als Schützenmeister im Einsatz.

Den Bock zum Gärtner gemacht? Kuno W. stand bei den Sportschützen Leberberg als Schützenmeister im Einsatz.

Der ehemalige Vormund von Kuno W. kann nicht nachvollziehen, weshalb Kuno W. – trotz Vorstrafe – um Waffen herum sein durfte.

Kuno W. hat vor einem Prozess in Solothurn einen Gerichtsschreiber geschlagen und einen Richter gebissen. Der bekannte Querulant war unter anderem wegen «mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte» bereits zu zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Recherchen dieser Zeitung zeigten: Trotz dieser Vergangenheit war Kuno W. regelmässig auf dem Schiessplatz anzutreffen – als Schützenmeister, der für Sicherheit verantwortlich war.

Zudem besuchte er im Frühling gar noch einen Weiterbildungskurs. Ulrich Bohren findet es «sehr fragwürdig», dass Kuno W. um Waffen herum sein durfte. Mit seinem Beratungsbüro hatte er während mehr als zwei Jahren die Vormundschaft für Kuno W. übernommen. Gegenüber der SRF-Sendung «Schweiz aktuell» sagte er zu dessen Schützenaktivitäten: «Wenn man seinen Fall kennt, dann ist das völlig unverständlich.» Zumal er auch im Rahmen des kantonalen Bedrohungsmanagements unter Beobachtung gestanden haben soll. (sva)

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