Präsident Georg Nussbaumer (Hauenstein) konnte zur 65. Jahresversammlung des Verbandes Forstpersonal Kanton Solothurn (FPSO) 42 Mitglieder und 4 Gäste im Kantonsratssaal im Solothurner Rathaus willkommen heissen. Nach zwei Austritten und den Neueintritten von Manuel Schnellmann und Gian Andrea Lombris zählt der FPSO aktuell 76 Mitglieder.

«Über die kommende Holzhauerei-Saison mache ich mir zurzeit sehr grosse Gedanken. Das Umfeld dürfte noch schwieriger werden», leitete Nussbaumer seinen Jahresbericht ein. Einerseits seien die Holzpreise seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses um 20 Prozent eingebrochen, andererseits habe man mit dem Eschensterben zu kämpfen, welches die kurz- aber auch die langfristige Planung in den Forstbetrieben stark beeinflusse.

Kein Untergang, aber ...

Das Eschensterben habe, auch wenn es nicht zum Untergang der Forstwirtschaft und schon gar nicht des Waldes führe, doch für die Forstbetriebe massive Auswirkungen, welche nicht auf Anhieb erkannt würden. Es gehe hier um einen Baum, welcher rund 10 Prozent des Vorrates ausmache. Nun müssten vorzeitig Eschen genutzt werden, die bisher mit viel Aufwand gepflegt worden seien. Diese Eschen würden oft selbst bei guten Marktpreisen nur etwa ein Viertel des Ertrages abwerfen, welchen sie in 10 oder 20 Jahren bringen würden.

Durch den Umstand, dass gerettet werden müsse, was zu retten sei, seien die Holzschläge oft aufs ganze Revier verteilt, was die Aufwände für die Holzerei verteuere. «Was kann in diesem Umfeld getan werden, um die Forstbetriebe für die Zukunft zu rüsten und damit die Arbeits- und Ausbildungsplätze zu erhalten?», fragte der Präsident und meinte: «Auch wenn wir Förster uns gerne mit der Nutzfunktion abgeben, müssen wir doch feststellen, dass wir uns, wollen wir die Arbeitsplätze erhalten, genauso intensiv mit den anderen Funktionen des Waldes beschäftigen und diese so weit verkaufen müssen, dass wir damit weiterleben können.»

Nächste Waldtage 2018

Betreffend Öffentlichtkeitsarbeit erinnerte Georg Nussbaumer an den Grosserfolg der Solothurner Waldtage 2014, die von gegen 20 000 Personen, darunter 4000 Schüler, besucht worden seien. Er und Konrad Imbach, Präsident des Bürgergemeinden- und Waldeigentümer-Verbandes (BWSo), wagten bereits einen Ausblick auf die Waldtage 2018.

Förster mit runden Dienstjubiläen (von links): Georg Nussbaumer (Präsident, 25 Jahre); Hans Haas (35 Jahre); Jürg Froelicher und Urs Allemann (je 30 Jahre); Thomas Studer und Martin Roth (25 Jahre); es fehlt Martin Rathgeb (25 Jahre).

Förster mit runden Dienstjubiläen (von links): Georg Nussbaumer (Präsident, 25 Jahre); Hans Haas (35 Jahre); Jürg Froelicher und Urs Allemann (je 30 Jahre); Thomas Studer und Martin Roth (25 Jahre); es fehlt Martin Rathgeb (25 Jahre).