Mit diesem Entscheid könne Migros weiterhin Uhren unter der Marke «M-Watch» verkaufen, bis ein definitives Urteil vorliegen werde, bestätigte Migros-Mediensprecher Urs-Peter Naef einen entsprechenden Bericht im «Blick». Noch vor wenigen Monaten sah alles ganz anders aus.

Das Zürcher Handelsgericht hatte im vergangenen Februar im Streit um das Markenrecht der Uhrenherstellerin Mondaine praktisch in allen wesentlichen Punkten Recht gegeben. Unter anderem untersagte das Gericht der Migros ab sofort «in der Schweiz die Bezeichnung M-Watch eigenständig und in welcher Form auch immer gewerblich zu nutzen».

Definitives Urteil erst in einigen Monaten

Der Grossverteiler akzeptierte das Urteil nicht und zog im März vor Bundesgericht. Dieses hat nun den Antrag auf aufschiebende Wirkung für das gesamte Beschwerdeverfahren gutgeheissen und Migros darf die «M-Watch»-Uhren vorerst weiterhin verkaufen.

Das Urteil aus Lausanne wird erst in mehreren Monaten erwartet. Migros-Sprecher Naef präzisiert, dass der Grossverteiler nie aufgehört habe, «M-Watch»-Uhren, die noch in den Filialen lagerten, abzuverkaufen. «Mit dem Bundesgerichtsentscheid kann der Migros Genossenschaftsbund die Filialen jetzt auch wieder beliefern.»

Mondaine gibt sich gelassen

Gelassen reagiert die Uhrenfirma Mondaine auf das Zwischenurteil aus Lausanne. «Die aufschiebende Wirkung kam nicht überraschend, weil dieses Vorgehen vom Bundesgericht schon so vorgesehen war», sagt Co-Chef André Bernheim.

Insgesamt dreimal seien die Rechte an der Marke vor dem Handelsgericht in Zürich und in Aargau «ganz eindeutig und detailliert» der Mondaine zugesprochen worden, Bernheim: «Deshalb sehen wir auch dem definitiven Entscheid des Bundesgerichtes zuversichtlich entgegen.