Neuer Führungsstab
Esther Gassler: «Sicherheit unseres Kantons ist nicht verhandelbar»

Der kantonale Führungsstab für ausserordentliche Lagen wird neu ausgerichtet und professionalisiert. Die Neuausrichtung soll für mehr Sicherheit im Hinblick auf Katastrophen und Notlagen sorgen.

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Diego Ochsner (Chef des kantonalen Führungsstaabes), Frau Landammann Esther Gassler und Urs Schmid (Stabschef des kantonalen Führungsstaabes).
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Urs Schmid informiert
Kantonaler Führungsstaab wird neu ausgerichtet
Der kantonale Führungsstab: v.l. Manfred Rhyn, Urs Schmid, Roland Fringeli, Diego Ochsner, Peter Huber, Beat Walser, Paul Haus
Rundgang im Verwaltungsschutzbau: Der Essraum
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Hier würde der Regierungsrat nächtigen.
Das Herz des Verwaltungsschutzbaus: Der Dieselgenerator.
Nachrichtenzentrale
Luft-Filteranlage

Diego Ochsner (Chef des kantonalen Führungsstaabes), Frau Landammann Esther Gassler und Urs Schmid (Stabschef des kantonalen Führungsstaabes).

Felix Gerber

Der Kantonale Führungsstab hat eine neue Ausrichtung erhalten. Diese wurde am Mittwoch im Rahmen einer Medienorientierung von Frau Landammann Esther Gassler und dem Chef des Kantonalen Führungsstabes Diego Ochsner in Solothurn vorgestellt.

Esther Gassler betonte bei der Vorstellung der neuen Ausrichtung des Kantonalen Führungsstabes (KFS), dass die Sicherheit des Kantons nicht ausgelagert werden könne. «Die Sicherheit unseres Kantons ist nicht verhandelbar - es ist eine Kernaufgabe des Staates», so Gassler. Sie fasste die Neuausrichtung in drei Punkten zusammen.

• Der Gedanke des schweizerischen Systems des Bevölkerungsschutzes soll nicht nur angewendet - sondern gelebt werden.
• Die verantwortlichen Vertreter der beteiligten Organisationen Polizei, Feuerwehr, Sanität, Zivilschutz und Technische Betriebe sollen auf Führungsebene im KFS eingebunden werden.
• Das Selbst- und Rollenverständnis des KFS und der für die vor Ort verantwortlichen Blaulichtorganisationen (Polizei, Feuerwehr, Sanität) soll geklärt und auf eine gemeinsame und departementsübergreifende Basis gelegt werden.

Die Neuausrichtung wiederspiegelt sich auch in der neuen Zusammensetzung des KFS-Führungskaders unter der Leitung von Diego Ochsner, Chef des Amtes für Militär und Bevölkerungsschutz. Neu sind alle Verantwortlichen des Systems Bevölkerungsschutz auf oberster Ebene eingebunden.

• Chef KFS, Diego Ochsner, Chef Amt für Militär und Bevölkerungsschutz
• Stabschef KFS, Urs Schmid, Chef Regionenpolizei Kantonspolizei

Stellvertretende Stabschefs sind:

• Roland Fringeli (Kantonspolizei)
• Manfred Rhyn (Kantonspolizei)
• Paul Haus ( Feuerwehr)
• Beat Walser (Rettungsdienste)
• Peter Huber (Zivilschutz)

Der Kantonale Führungsstab ist das Führungsinstrument der Regierung für ausserordentliche Lagen. Er hat insbesondere planerische und organisatorische Massnahmen für die Bewältigung von Katastrophen und Notlagen zu treffen. Er hat zudem eine ständige Bereitschaft sicherzustellen und kommt in erster Linie bei grösseren Schadenlagen zum Einsatz.

Er ist oberstes Koordinationsorgan des Kantons im Bevölkerungsschutz. Das System des Bevölkerungsschutzes umfasst die Partner von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Zivilschutz, technischen Betrieben (wie zum Beispiel Strom-versorgern und Bahnen) und der Armee in subsidiären Unterstützungseinsätzen. (mgt)