Zivilschutz Kanton Solothurn

Esther Gassler: «Der Zivilschutz ist in unserem Kanton fest verankert»

Der Zivilschutz Kanton Solothurn hat am Donnerstag in Balsthal sein 50-Jahr-Jubiläum gefeiert. Die Dienstpflichtigen zeigten eine Kostprobe ihres Könnens - und Frau Landammann Esther Gassler hielt eine Rede.

Erst am vergangenen Wochenende haben sich die Schweizer gegen die Abschaffung der Wehrpflicht ausgesprochen. «Die Abschaffung der Allgemeinen Wehrpflicht hätte auch die Abschaffung des Zivilschutzes bedeutet», sagte Frau Landammann Esther Gassler an ihrer Eröffnungsansprache zur 50-Jahr-Feier des Zivilschutzes Kanton Solothurn. Die Feier fand im Ausbildungszentrum ziko in Balsthal statt.

Sie bedankte sich für die «Anstrengungen, die in den letzten fünfzig Jahren zum Wohl unserer Bevölkerung unternommen wurden.»

Verlässlicher Partner

Der Zivilschutz sei eine Institution, die genau wie die Milizarmee im Kanton Solothurn fest verankert sei, so Gassler. Weltweit habe kein anderes Land derart umfassende Vorkehrungen getroffen, um seine Bevölkerung vor ausserordentlichen Ereignissen zu schützen. «Während der vergangenen 50 Jahren war unser Zivilschutz ein verlässlicher Partner in solch ausserordentlichen Ereignissen.»

Als Beispiel nannte die Regierungsrätin den Flugzeugabsturz von Hochwald im Jahr 1973 (siehe Bilder). Damals standen 120 Mann zur Unterstützung der Polizei für Bergungs- und Überwachungsarbeiten im Einsatz.

Auch in den trockenen Sommern in den 70er Jahren, bei Aufräumarbeiten nach den Hochwassern in den Jahren 2005 und 2007, nach dem Sturm «Lothar» oder im Wallis in Gondo (2000) seien die Zivilschutz-Leute in Aktion getreten.

Das Image des Zivilschutzes bezeichnete Gassler als «zusehends besser». «Der Zivilschutz ist jung geworden seit er seine Angehörigen im Gleichschritt mit der Armee direkt bei der Rekrutierung aushebt».

Im Bevölkerungsschutz eingebunden

Dass die Rekrutierungspflicht «unbedingt» beibehalten werden müsse, betonte Willy Hafner, Präsident des Solothurner Zivilschutzverbandes. «Nach wie vor wird der zivile Bevölkerungsschutz Massnahmen organisieren zum Schutze der Zivilbevölkerung und deren Güter.» Dies sei aber nur möglich, wenn genügend Frauen und Männer zur Verfügung stehen.

Die jungen Dienstpflichtigen würden heute viel Sympathie und Wertschätzung spüren, wenn sie sich bei Unwettern und anderen ausserordentlichen Situationen engagiert für die Gemeinschaft einsetzen. «Die Bevölkerung erkennt und anerkennt, welche Hilfe eine solche Organisation bei der Unterstützung und Ablösung der Ersteinsatzkräfte sein kann», so Hafner.

Er forderte, dass die Politik sicherstellen müsse, dass ein gut organisierter Zivilschutz im gesamten Bevölkerungsschutz eingebunden sei. Jeder müsse vermehrt Verantwortung übernehmen und diese nicht andern überlassen. (ldu)

Zivilschutz-Übung

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