Es soll nicht zu Wartezeiten kommen
Seit Montag wird auch in Solothurn geboostert – aber nur nach Anmeldung

Über 65-Jährige können sich in Solothurn nicht spontan die dritte Impfung verabreichen lassen. Und dies, obwohl die Impfzentren nicht zu jeder Tages- und Uhrzeit ausgebucht sind.

Raphael Karpf
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Impfzentrum Selzach: Hier geht's seit zur Booster Impfung.

Impfzentrum Selzach: Hier geht's seit zur Booster Impfung.

Hanspeter Bärtschi

Seit gestern wird auch im Kanton Solothurn geboostert. Über 65-Jährige können sich in den Impfzentren ein drittes Mal impfen lassen. Allerdings nur nach Anmeldung. Wer für den Booster spontan ins Impfzentrum geht, wird abgewiesen. Obwohl die Impfzentren, je nach Tages- und Uhrzeit, nicht ausgelastet sind.

Doch man möchte verhindern, dass es plötzlich doch noch zu langen Wartezeiten kommt. In den beiden Impfzentren in Selzach und Trimbach könnten bis zu 2000 Personen pro Tag geimpft werden. «Bei der aktuell grossen Nachfrage würden die Menschen vor den Impfzentren in der Kälte Schlange stehen», teilt der kantonale Fachstab Pandemie auf Anfrage mit. Knapp 6000 Solothurnerinnen und Solothurner haben sich bisher für den Booster angemeldet.

Booster bald auch ohne Anmeldung und Spezialfall Altersheime

Darum gilt also bis auf Weiteres: Booster nur nach Anmeldung. Die Termine dafür sind teilweise allerdings schon ausgebucht. Wer eine dritte Impfung will, kann sein Glück noch in der Apotheke oder beim Arzt versuchen. Oder aber er oder sie muss sich noch etwas gedulden.

Eine Pflegefachfrau bereitet in Zürich Covid-19 Moderna Booster-Impfungen vor.

Eine Pflegefachfrau bereitet in Zürich Covid-19 Moderna Booster-Impfungen vor.

Michael Buholzer

Sobald die Nachfrage nicht mehr ganz so gross ist, werde der Booster dann auch im Walk-In angeboten, teilt der Kanton weiter mit. Wann genau das der Fall sein wird, steht noch nicht fest: «Wir beobachten nun täglich, wie sich die Situation entwickelt und passen das Angebot laufend der Nachfrage an.» Unter 65-Jährige können sich in Solothurn bis auf Weiteres gar nicht ein drittes Mal impfen lassen.

Trotz Offensive und Konzerten: Erst 2000 zusätzliche Impfungen

Ein Sonderbehandlung bekommen, wie in früheren Phasen der Pandemie, die Altersheime: Dorthin werden seit dieser Woche die mobilen Impfteams geschickt. Bis Anfang Dezember sollen alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner der Alters- und Pflegeheime eine Auffrischimpfung erhalten.

Die Termine für die Booster-Impfung sind teilweise schon ausgebucht.

Die Termine für die Booster-Impfung sind teilweise schon ausgebucht.

Michael Buholzer

10'000 Erstimpfungen: Dieses ambitionierte Ziel setzte sich der Kanton Solothurn für den November. Dieses zu erreichen, dürfte schwierig werden. Der halbe Monat ist rum, auch die nationale Imfpwoche, in der der Kanton unter anderem in Olten und Grenchen Impfkonzerte durchführen liess, liegt schon in der Vergangenheit. Bisher kommt der Kanton auf 2000 Erstimpfungen.

Trotzdem fällt das Fazit des Kantons bisher positiv aus: «Wir werten unsere Aktivitäten als Erfolg. Es ist gelungen, in entspannter Atmosphäre mit der Bevölkerung im Kontakt zu sein.» Weitere Konzerte sind nun zwar nicht geplant, dafür wird der Impfbus weiter von Gemeinde zu Gemeinde fahren. Die Leute können sich vor Ort beraten und, falls gewünscht, impfen lassen.

Zwar sei der Bus nun schon ziemlich gut ausgebucht, doch wer ihn zu sich bestellen möchte, sei es in eine Gemeinde oder zu einem Verein, könne sich immer noch melden, so der Kanton. Falls Kapazitäten frei sind, wird der Impfbus gratis vorbeikommen. Die Beratungs- und Impfanlässe im Kanton werden zu einem Grossteil vom Bund finanziert. Für die Aktionen im November stellte er 300'000 Franken bereit.

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