Solothurn
Es ist eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte: Der geheimnisvolle archäologische Kavernenfund

Letzte Woche wurde in Solothurn ein Wasserreservoir entdeckt. In den letzten Jahren wurden von Archäologen auch andere Geheimnisse ans Tageslicht befördert, dabei spielten Grenchner Funde eine grosse Rolle.

Nadia Chamakhe
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Funde im Kanton Solothurn

Funde im Kanton Solothurn

az

Bei den Ausgrabungen im November 2015 kam in Grenchen eine etwas mehr als 5 Meter lange und ca. 60 Zentimeter breite und an gewissen Stellen über einen Meter hohe Mauer zum Vorschein.

Römische Überreste an der Grenchner Jurastrasse
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Sehr schlecht erhaltene Fibel
Römische Fibel

Römische Überreste an der Grenchner Jurastrasse

Oliver Menge

Grenchen ist bei den archäologischen Funden weit vorne. Die Uhrenstadt ist ein beliebtes Pflaster für Archäologen. Bereits 2014 wurden zwischen der Schulstrasse und Schützengasse 47 Gräber gefunden. Bei 15 Gräbern auf dem frühmittelalterlichen Friedhof waren Grabeigaben dabei, beispielsweise Gürtelgarnituren mit Verzierungen aus Eisen und Silber.

Skelettfund an der Schützengasse Grenchen
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Die Gräber stammen aus dem sechsten bis siebten Jahrhundert.
Die meisten Gräber sind noch gut erhalten.
Der Fund ist ziemlich einmalig für die Region.

Skelettfund an der Schützengasse Grenchen

Hanspeter Bärtschi

Im März bis September 2014 wurden in Altreu am Burgweg Reste eines mittelalterlichen Städtchens aus dem 14.Jh. ausgegraben. Das Städtchen Altreu war ursprünglich wohl 120 mal 150 Meter gross und von einer Ringmauer mit zwei bis drei Gräben umgeben. Reste der westlichen Stadtmauer befinden sich heute unter Wasser in der Aareschlaufe.

Grabungsleiter Simon Hardmeier und sein Team machen Teile des mittelalterlichen Städtchens sichtbar. (Archiv)

Grabungsleiter Simon Hardmeier und sein Team machen Teile des mittelalterlichen Städtchens sichtbar. (Archiv)

bar

Im Sommer 2013 wurde durch den Umbau des Stadttheaters Solothurn eine fünfmonatige Notgrabung ausgelöst. Während dieser Zeit wurden Spuren mittelalterlicher Fachwerkbauten freigelegt. Unter dem Theatersaal wurde ein Kellergewölbe aus dem 16. oder 17. Jahrhundert zutage gefördert. Durch die Befunde können in Sachen Baugeschichte einige Lücken gefüllt werden. So lässt insbesondere auch die Ufermauer neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Altstadt als Ganzes zu.

Was unter dem Theatersaal des Solothurner Stadttheaters hervorkommt
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Teile des im Administrationsteil gefundenen Kachelofens
Teile des im Administrationsteil gefundenen Kachelofens
Gefundene Möbelelemente müssen in Wasser gehalten werden, bis sie durch flüssiges Harz konserviert werden
Die Schichtabfolgen erzählt etwas über die baugeschichtliche Vergangenheit
Die gefundenen Feuerstellen
Der gefundene Keller, wo das Wasser mitunter verschiedene Möbelteile konservierte

Was unter dem Theatersaal des Solothurner Stadttheaters hervorkommt

Andreas Kaufmann

Im Juni 2012 kamen bei Baggerarbeiten in Feldbrunnen-St. Niklaus Reste einer Richtstätte und eines Wasenplatzes (Ort zur Entsorgung von Tierkadavern) zum Vorschein. Dabei wurden drei Skelette fast vollständig freigelegt.

Das gut erhaltene Skelett 1 zeigt einen kräftigen Mann, der im mittleren Alter gerichtet wurde. Die Füsse fehlten. «Der Schädel muss als erstes in die Grube geworfen worden sein», schreibt die Kantonsarchäologie im Jahresbericht. «Er fand sich unter dem linken Knie.» Wie die Zähne zeigten, war der Mann Pfeifenraucher. (Archiv)

Das gut erhaltene Skelett 1 zeigt einen kräftigen Mann, der im mittleren Alter gerichtet wurde. Die Füsse fehlten. «Der Schädel muss als erstes in die Grube geworfen worden sein», schreibt die Kantonsarchäologie im Jahresbericht. «Er fand sich unter dem linken Knie.» Wie die Zähne zeigten, war der Mann Pfeifenraucher. (Archiv)

zvg

Im Frühling 2012 wurde bei Werkleitungsarbeiten in Solothurn die Ostmauer des Berntors in voller Länge entdeckt. Die Mauern des 1877 abgerissenen mittelalterlichen Bauwerks kamen nach langer Zeit wieder ans Tageslicht.

Mauern des Solothurner Berntors kommen ans Tageslicht
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 Ylva Backman (wissenschaftliche Mitarbeiterin) und Carmelo Porto (archäologischer Ausgräber) untersuchen die Fundstelle an der Berntorstrasse.
 Ylva Backman (wissenschaftliche Mitarbeiterin) und Carmelo Porto (archäologischer Ausgräber) untersuchen die Fundstelle an der Berntorstrasse.

Mauern des Solothurner Berntors kommen ans Tageslicht