Bei den Ausgrabungen im November 2015 kam in Grenchen eine etwas mehr als 5 Meter lange und ca. 60 Zentimeter breite und an gewissen Stellen über einen Meter hohe Mauer zum Vorschein.

Grenchen ist bei den archäologischen Funden weit vorne. Die Uhrenstadt ist ein beliebtes Pflaster für Archäologen. Bereits 2014 wurden zwischen der Schulstrasse und Schützengasse 47 Gräber gefunden. Bei 15 Gräbern auf dem frühmittelalterlichen Friedhof waren Grabeigaben dabei, beispielsweise Gürtelgarnituren mit Verzierungen aus Eisen und Silber.

Im März bis September 2014 wurden in Altreu am Burgweg Reste eines mittelalterlichen Städtchens aus dem 14.Jh. ausgegraben. Das Städtchen Altreu war ursprünglich wohl 120 mal 150 Meter gross und von einer Ringmauer mit zwei bis drei Gräben umgeben. Reste der westlichen Stadtmauer befinden sich heute unter Wasser in der Aareschlaufe.

Grabungsleiter Simon Hardmeier und sein Team machen Teile des mittelalterlichen Städtchens sichtbar. (Archiv)

Grabungsleiter Simon Hardmeier und sein Team machen Teile des mittelalterlichen Städtchens sichtbar. (Archiv)

Im Sommer 2013 wurde durch den Umbau des Stadttheaters Solothurn eine fünfmonatige Notgrabung ausgelöst. Während dieser Zeit wurden Spuren mittelalterlicher Fachwerkbauten freigelegt. Unter dem Theatersaal wurde ein Kellergewölbe aus dem 16. oder 17. Jahrhundert zutage gefördert. Durch die Befunde können in Sachen Baugeschichte einige Lücken gefüllt werden. So lässt insbesondere auch die Ufermauer neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Altstadt als Ganzes zu.

Im Juni 2012 kamen bei Baggerarbeiten in Feldbrunnen-St. Niklaus Reste einer Richtstätte und eines Wasenplatzes (Ort zur Entsorgung von Tierkadavern) zum Vorschein. Dabei wurden drei Skelette fast vollständig freigelegt.

Das gut erhaltene Skelett 1 zeigt einen kräftigen Mann, der im mittleren Alter gerichtet wurde. Die Füsse fehlten. «Der Schädel muss als erstes in die Grube geworfen worden sein», schreibt die Kantonsarchäologie im Jahresbericht. «Er fand sich unter dem linken Knie.» Wie die Zähne zeigten, war der Mann Pfeifenraucher. (Archiv)

Das gut erhaltene Skelett 1 zeigt einen kräftigen Mann, der im mittleren Alter gerichtet wurde. Die Füsse fehlten. «Der Schädel muss als erstes in die Grube geworfen worden sein», schreibt die Kantonsarchäologie im Jahresbericht. «Er fand sich unter dem linken Knie.» Wie die Zähne zeigten, war der Mann Pfeifenraucher. (Archiv)

Im Frühling 2012 wurde bei Werkleitungsarbeiten in Solothurn die Ostmauer des Berntors in voller Länge entdeckt. Die Mauern des 1877 abgerissenen mittelalterlichen Bauwerks kamen nach langer Zeit wieder ans Tageslicht.