Der Kanton Solothurn will nicht, dass sich die esoterische Gruppe Wedia Helvetia auf dem Allerheiligenberg trifft. Sie hatte für das kommende Wochenende einen Anlass angekündigt, an dem auch der deutsche Frank Willy Ludwig sprechen sollte, wie diese Zeitung publik machte.

Letzterem wird die Nähe zum rechtsextremen Lager vorgeworfen. Sowohl der angekündigte Redner Ludwig als auch die Esoteriker von Wedia Helvetia setzen sich für sogenannte Familienlandsitze ein: Die Gesellschaft soll sich in selbstversorgenden Familiengruppen organisieren.

Der traditionellen Wirtschaft erteilen sie eine Absage. Sie stellen wie die deutschen Reichsbürger die Legitimation des Staates infrage. Nun hat das Hochbauamt auf die Ankündigung des Treffens reagiert. Es hat dem Organisator des Anlasses, Thomas-Heinz Wegmüller, in einem eingeschriebenen Brief untersagt, das Gelände, das dem Kanton gehört, zu betreten. «Wir können dem Anlass nicht zustimmen», sagt Kantonsbaumeister Bernhard Mäusli auf Anfrage.

Erstens sei es nicht üblich, dass solche Anlässe auf dem Allerheiligenberg stattfinden. Zweitens wisse der Kanton auch zu wenig genau, welche Ideologie hinter dem Anlass stecke. «Es ist dubios», so Mäusli. Für den Fall, dass die Veranstaltung trotz Ermahnung auf Kantonsgebiet stattfinden sollte, droht das Hochbauamt rechtliche Schritte an. Auch die Kantonspolizei und die Gemeinde Hägendorf hat es informiert.

Ob die Organisatoren den Anlass trotzdem durchführen wollen oder ob er abgesagt ist, ist nicht klar. Auf der Homepage von Wedia Helvetia wird zwar nun ein Treffen im Berner Oberland angekündigt. Der Allerheiligenberg wird aber ebenso weiterhin als Veranstaltungsort aufgeführt. Auf die Aufforderung des Kantons hin, heisst es auf der Homepage nur: «Ja klar, ihr könnt auch Weihnachten & Ostern verschieben/absagen!!!».