Bürgergemeinden

Es gab auch Gegenstimmen zum HESO-Auftritt 2018

Dieses Jahr wurde die Sonderschau von IP-Suisse präsentiert.

Dieses Jahr wurde die Sonderschau von IP-Suisse präsentiert.

An der Versammlung des Bürgergemeinde-Verbandes in Zuchwil konnten sich nicht alle mit der Sonderschau Kraftort Wald an der HESO 2018 einverstanden erklären.

Die Kosten für den Auftritt des Bürgergemeinden und Waldeigentümer Verbands Kanton Solothurn (BWSo) an der Solothurner Herbstmesse 2018 dürften mit 710'000 bis 880'000 Franken zu Buche schlagen. Zuviel findet Rudolf Studer, Präsident des Bürgerrates Hägendorf.

Deshalb stellte er an der Verbandsversammlung in Zuchwil den Antrag, das Projekt HESO 2018 ersatzlos zu streichen. «Dieses Projekt können wir nicht mittragen», meinte Studer. In der Abstimmung sprach sich mit 59 zu 4 Stimmen (bei 7 Enthaltungen) die grosse Mehrheit der Delegierten für den HESO-Auftritt aus. Die Sonderschau «Kraftort Wald» des BWSo findet also an der Solothurner Herbstmesse 2018 statt.

Das Projekt lasse grosse Flexibilität zu und könne auf die finanziellen Möglichkeiten ausgerichtet werden, hielt Noch-Geschäftsführer Geri Kaufmann fest. Die höchsten Aufwände würden dabei verursacht durch die Sonderschau an der HESO selber, die Bauten und die Projektleitung. Zulasten der Bürger- und Einheitsgemeinden des Kantons würden 100'000 Franken gehen, zahlbar innert zwei bis drei Jahren. Geplant ist, dass der Bürgergemeinde und Waldeigentümerverband auf dem Ausstellungsgelände seine Herkunft, Aufgaben und Funktionen darstellt.

Im Zentrum würden zudem die Institution Bürgergemeinde und ihre Kernaufgaben thematisiert, heisst es in einer Mitteilung des Verbands. Zum andern soll ein geführter Waldrundgang im Waldgebiet Martinsflue der Bürgergemeinde Solothurn Wissenswertes über die Funktionen des Waldes vermitteln. «Der Waldrundgang könnte als Gegensatz zur Ausstellungshektik eine angenehme Oase der Ruhe darstellen», sagte Präsident Konrad Imbach, Biberist. Im Rahmen der Sonderschau soll auch ein breit gefächertes Schulprogramm angeboten werden.

Von Däniken folgt auf Kaufmann

Sämtliche ordentlichen Geschäfte wurden von den Verbandsdelegierten ohne Gegenstimmen genehmigt. Am Schluss verabschiedete die Versammlung Geschäftsführer Geri Kaufmann aus Aeschi. Seit 1996 leitete Kaufmann die Verbandsgeschäfte. Präsident Konrad Imbach rühmt die «gute Zusammenarbeit.

Präsident Konrad Imbach (Mitte) mit dem neuen Geschäftsführer Patrick von Däniken (l.) sowie dem abtretenden Geschäftsführer Geri Kaufmann.

Präsident Konrad Imbach (Mitte) mit dem neuen Geschäftsführer Patrick von Däniken (l.) sowie dem abtretenden Geschäftsführer Geri Kaufmann.

Der neue Geschäftsführer Patrick von Däniken stellte das Jahres-Leitthema des Verbandes für 2017 «Kulturelle Leistungen der Bürgergemeinden» vor. Unter «Informationen» äusserte sich Bürgerpräsident Urs Schläfli aus Deitingen kritisch zur Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Wald. Präsident Konrad Imbach sieht in dieser Unzufriedenheit eine Vermittlungsaufgabe des Verbandes. (mgt)

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