Es bricht ein neues Bibliotheken-Zeitalter an

Die Zentralbibliothek Solothurn nimmt das neue System «Swisscovery» in Betrieb.

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Derzeit laufen in der Zentralbibliothek Solothurn die Vorbereitungen für die Umstellung auf das neue Bibliothekssystem «Swisscovery» auf Hochtouren. Am 7. Dezember ist es so weit. Seit über zwei Jahren ist die Zentralbibliothek in den gemein­samen Aufbau eines schweizweiten Bibliotheksnetzwerks ­involviert. Dabei nimmt sie neben Hochschul- und wissenschaftsorientierten Bibliotheken eine Vorreiterrolle als bislang einzige allgemein-öffentliche Bibliothek ein. Weitere öffentliche ­Bibliotheken (z.B. Kantonsbibliotheken) werden sich in frühestens zwei Jahren dem Bibliotheksnetzwerk anschliessen.

Das Team der Zentralbibliothek hat Sucheinstiege konfiguriert, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzenden gerecht werden. So können zum Beispiel Kinder ausschliesslich die Angebote der Kinder- und Jugendabteilung durchsuchen. Wer CDs oder DVDs sucht, kann die Suche entsprechend steuern. Und wer möchte, kann das ­gesamte Angebot der Zentral­bibliothek durchforsten. Wer für wissenschaftliche Arbeiten vertiefte Informationen aus Spezialliteratur benötigt, kann den nationalen Katalog Swisscovery mit Zugang zu beinahe 500 ­wissenschaftlichen Bibliotheken auswählen.

Swisscovery eröffnet der Zentralbibliothek auch die Gelegenheit, vom Wissen externer Partner zu profitieren – dies in einem dynamischen Umfeld: Es wird für mittelgrosse Bibliotheken wie die Solothurner Zentralbibliothek immer schwieriger, ausreichendes internes Wissen aufzubauen, um mit den rasanten Entwicklungen Schritt zu halten. Der Ausgangspunkt der Neuentwicklung liegt über zehn Jahre zurück: Damals kam das ambitionierte Anliegen auf, die wertvollen historischen Bestände (alte Drucke, Nachlässe u.a.) der Zentralbibliothek einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mit der Nachfolgelösung Swisscovery wird das in der Zentralbibliothek aufbewahrte historische Erbe des Kantons national und auch weltweit sichtbar gemacht.

Damit werden Barrieren abgebaut, die bislang den Zugang zu den Schätzen der Bibliothek behinderten. Zusätzlich hebt die Zentralbibliothek Solothurn die Abonnementsgebühren auf. Dies soll ein Mittel der Leseförderung und für die Chancengleichheit sozial schlechter gestellter Bevölkerungskreise sein. Die Zentralbibliothek will damit ihre Funktion als Eckpfeiler der kantonalen und regionalen Bildungs- und Kulturpolitik bestärken. Bereits vor zwei Jahren wurden die Jahresgebühren für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Ausbildung (bis 26 Jahre) aufgehoben. Den Schritt zur vollständigen Aufhebung der Gebühren für sämtliche Nutzende erachtet man bei der Zentralbibliothek als folgerichtig. (szr)

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