Obergericht
Es bleibt bei stationärer Therapie für den Frauenverprügler

Das Obergericht bestätigt die vom Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt verhängte stationäre Massnahme gegen Martin Z.* Die Freiheitsstrafe von vier Jahren, zu der Z. verurteilt wurde, hat das Obergericht zudem um drei Monate verlängert.

Daniel Rohrbach
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Martin Z. hatte vor rund drei Jahren bei einem Streit in stark alkoholisiertem Zustand seine damalige Freundin mit einem Stein beworfen. Dieser traf die Frau am linken Auge. Die Verletzung war derart schwer, dass die Frau bleibende Schäden am Auge davontrug. Rund ein halbes Jahr später streckte Z. eine weitere Freundin mit Faustschlägen nieder. Die Frau erlitt dabei eine Hirnblutung, die zu linksseitigen Lähmungen führten.

Gegen die stationäre therapeutische Massnahme und gegen die Freiheitsstrafe legte Z. Berufung ein. Sein Verteidiger plädierte für eine ambulante therapeutische Massnahme. Z. wird, sobald er seine Freiheitsstrafe von 51 Monaten im Thorberg abgesessen hat, in eine nicht geschlossene Anstalt zur stationären therapeutischen Behandlung verbracht.

Der psychiatrische Gutachter hatte bei Z. eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und eine stationäre Massnahme empfohlen. Das Obergericht ist in seinem Urteil von dieser Diagnose ausgegangen. Die Bedürftigkeit und die Notwendigkeit einer stationären Massnahme sei gegeben.

*Name von der Redaktion geändert.