Kantonspolizei Solothurn
Erster Kurzfilm der Kapo wurde zum Hit im Internet - nun folgt der zweite Film

Bereits acht Wochen nach der Lancierung wurde der erste Kurzfilm der Solothurner Kantonspolizei Solothurn 50 000 Mal aufgerufen. Am Dienstag feierte der zweite Film der Kantonspolizei seine Premiere - das Thema: «Verkehrsunfall».

Marco Wyss
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Am Mittwoch drehte die Solothurner Kantonspolizei den zweiten Teil zu ihrer Filmserie.
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KAPO Solothurn dreht einen Film zum Thema «Verkehrsunfall
... und soll anhand eines authentischen Beispiels zeigen, wie rasch ein Unfall geschehen kann.
Weiter soll der Film einen EInblick in die Arbeit von Polizei und Rettungsdiensten zeigen.
Der Film soll Anfang Juli seine Premiere feiern.
Gedreht wurde der Film durch die Bieler Filmagentur «Element P».

Am Mittwoch drehte die Solothurner Kantonspolizei den zweiten Teil zu ihrer Filmserie.

Kapo SO

Ein Mann fährt zur Arbeit. Eine Routineangelegenheit, die keine Gefahr in sich birgt, könnte man meinen. Er greift zu seinem Handy, lässt es fallen und will es wieder aufheben. In diesem Moment der Unaufmerksamkeit passiert es: der Unfall.

«Auch wenn die Ursache ‹Unaufmerksamkeit› statistisch gesehen rückläufig ist, wollen wir diese Thematik im Vordergrund behalten», erklärt Yves Staub, Chef Verkehrstechnik der Polizei Kanton Solothurn. Die Verkehrsdichte würde immer wie mehr zunehmen, gerade auch im Kanton Solothurn mit seinem hohen Anteil an Transitverkehr.

Der Titel des Filmes («Warum hier? Warum sie? Warum ich?») ist bewusst gewählt: denn die Fragen des «warum» stellt sich jeder Unfallbeteiligte aus den jeweils verschiedenen Blickwinkeln. Die Aufgabe der Polizei ist es dann, die Antworten zu finden.

Prävention ist wichtig

Die Polizei bearbeitet das Gebiet der Prävention auf unterschiedlichen Kanälen. Die Kantonspolizei Solothurn hat sich deshalb dazu entschlossen, für rund 90 000 Franken vier Kurzfilme zu den Themen häusliche Gewalt, Verkehrsunfälle, lokale Sicherheit und Einbruchdiebstahl zu produzieren. Diese Filme sollen, anders als die vorherigen Image-Streifen nicht die Polizei als Institution vorstellen, sondern die Arbeit der Polizei darstellen. Im Fokus steht dabei die Zusammenarbeit mit anderen Blaulichtorganisationen.

Die ersten Filme überzeugen

Mitte Februar 2014 erschien der erste der vier Kurzfilme, «Der zerplatzte Traum», der das Thema häusliche Gewalt behandelte (wir berichteten). Das Feedback auf diesen sei durchwegs positiv. «Der Film erzielte bis jetzt 50 000 Klicks», verkündete Kommandant Thomas Zuber begeistert. «Wir wollen mit diesen Filmen auf emotionale Art Botschaften vermitteln», erläutert er weiter. Das Ziel sei, einen weiteren Beitrag zur Prävention zu leisten.

Andreas Mock, Leiter Kommunikation und Medien der Kantonspolizei Solothurn, betont, dass man in dieser Filmreihe keine fiktive Welt zeigen wolle, sondern einen Blick in die Realität gewähren, wie sie aussehen könnte. Dementsprechend waren bei der Produktion des zweiten Filmes «Warum hier? Warum sie? Warum ich?» zum Thema Verkehrsunfall rund

40 Personen beteiligt. «Einen typischen Verkehrsunfall darzustellen war schwierig, da jeder Fall anders aussieht», erklärt Andreas Mock. Die Verkehrsunfälle sinken zwar kontinuierlich, machen jedoch trotzdem noch einen der grössten Teile der polizeilichen Tätigkeit aus, so die Kantonspolizei. Es gebe immer noch rund 1500 Verkehrsunfälle im Jahr, die bei der Solothurner Polizei gemeldet werden.

Der erste Kurzfilm der Kantonspolizei Solothurn zum Thema häusliche Gewalt:

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