Bistum Basel
Erste Flüchtlingsfamilien sind bei Bischof Gmür eingezogen

Der Bischof von Basel hatte im Sommer angekündigt, Flüchtlingsfamilien bei sich aufzunehmen. Am Montag sind nun die ersten Asylbewerber aus Eritrea und Afghanistan in den Bischofssitz eingezogen. Dort leben sie in umfunktionierten Büroräumen.

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Bischof Felix Gmür vor seinem Verwaltungssitz, dem Solothurner Schloss Steinbrugg. (Archiv)

Bischof Felix Gmür vor seinem Verwaltungssitz, dem Solothurner Schloss Steinbrugg. (Archiv)

Chris Iseli/ AZ

Am Montag sind die ersten Asylsuchenden beim Basler Bischof Felix Gmür eingezogen. Drei Eritreerinnen mit je einem Kind sowie ein muslimisches Ehepaar aus Afghanistan seien im bischöflichen Ordinariat, dem sogenannten Schloss Steinbrugg, an der Solothurner Baselstrasse willkommen geheissen worden, erklärte Bischofssprecher Hansruedi Huber gegenüber dem Fernsehsender «Tele M1».

Dort leben sie nun in umfunktionierten Büroräumen. Genauere Informationen machte das Bistum aus Rücksicht auf die Betroffenen nicht.

Der Bischof von Basel hatte bereits Ende August angekündigt, an seinem Sitz Flüchtlingsfamilien aufzunehmen. «Es ist dem Bischof ein grosses Anliegen, dass wir ein Zeichen setzen können», hatte sein Sprecher damals gesagt.

Gmür hatte sich zuvor mehrmals mit mahnenden Worten in die Flüchtlingsdiskussion eingemischt. Im April hatte er gefordert, «die Schweiz könnte mehr Asylbewerber aufnehmen».

Der Bischof hatte an die Verantwortung der westlichen Länder appelliert und wehrte sich gegen Grenzschliessungen. (lfh)

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