Solothurn

Erneut erpresserische E-Mails im Umlauf – Kantonspolizei mahnt zur Vorsicht

Ein Ausschnitt von einem Erpresser-E-Mail.

Ein Ausschnitt von einem Erpresser-E-Mail.

Seit einigen Tagen haben sich mehrere Personen bei der Kantonspolizei gemeldet, die eine E-Mail mit erpresserischen Forderungen erhalten haben. Die Täter geben an, im Besitz von intimen Aufnahmen zu sein und fordern die Zahlung von Bitcoins.

Seit Jahresbeginn haben sich 15 Privatpersonen bei der Kantonspolizei Solothurn gemeldet, die eine E-Mail mit erpresserischer Aufforderung erhalten haben. Die Absender geben an, den E-Mail-Account oder den Computer der angeschriebenen Personen gehackt zu haben und auf diese Weise an intime Aufnahmen gelangt zu sein, etwa beim Besuch von Pornoseiten. Sie drohen damit, das angeblich vorliegende Bildmaterial im Internet zu veröffentlichen, wenn die Empfänger innerhalb einer Frist nicht mehrere hundert Euro in Form von Bitcoins auf ein Konto überweisen.

Wie die Kantonspolizei Solothurn in einer Medienmitteilung schreibt, reagierten die Betroffenen in den bekannten Fällen richtig und gingen nicht auf die Forderung ein. Aktuell scheint erneut eine Welle solcher Spam-E-Mails in Umlauf zu sein. Die Masche kann in verschiedenen Formen erfolgen.

Die Kantonspolizei Solothurn rät:

  • Vorsichtig und misstrauisch sein
  • Nie auf Forderungen eingehen – auch nicht unter Druck
  • Bei dubiosen Mails nie Anhänge oder Links öffnen, E-Mail löschen
  • Computer und Daten schützen
  • Sich über typische Betrugsmaschen informieren

Weil Fälle von Internet- und Telefonbetrug zunehmen, hat die Kantonspolizei Solothurn eine Kampagne gestartet, um die Bevölkerung auf verschiedene Betrugsmaschen hinzuweisen. Wie die Maschen funktionieren und wie man sich am besten schützt, ist in einer interaktiven Anwendung auf der Webseite der Kantonspolizei zu sehen. (kps)

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