An seiner letzten Sitzung hat der Vorstand des Verbands Solothurner Einwohnergemeinden beschlossen, den Verein Sozial- und Gesundheitsinstitutionen Kanton Solothurn (Sagif) per 1. Januar 2017 zur Auflösung zu empfehlen. Ob der Verein aufgelöst wird, entscheidet die Mitgliederversammlung des Sagif in den nächsten Wochen.

Die angeschlossenen Organisationen erhalten bis jetzt jährliche Zuschüsse aus einem Fonds, der mit freiwilligen Beiträgen der Gemeinden gespeist wird. Im letzten Jahr lag der Gesamtbetrag bei rund 300 000 Franken. Künftig dürfte dieser aber (noch) geringer ausfallen, weil immer mehr Gemeinden ihre Beiträge an den Verein streichen, unter anderem auch alle drei Städte.

Der wesentliche Grund dafür sei ein «gewisser Unmut unter den Gemeinden über die Struktur des Vereins, den Verteilschlüssel und die berücksichtigten Organisationen», heisst es in einer Mitteilung des Einwohnergemeindeverbands. Die Gemeinden hätten den Eindruck, dass sich die betreffenden Institutionen die Gelder selber zusprechen, sagte VSEG-Geschäftsführer Thomas Blum auf Anfrage. Die Unterstützung sozialer Einrichtungen soll künftig als neues Leistungsfeld in den VSEG integriert werden.

Laut Thomas Blum ist allerdings zurzeit noch völlig offen, wie viel Geld der VSEG für die sozialen Institutionen springen lassen will. Ebenso unklar ist auch, welche Institutionen von den Geldern profitieren werden. Dem Verein gehören derzeit 25 Institutionen an, darunter so prominente Organisationen wie Solodaris, die Krebsliga, die Lungenliga, Pro Infirmis oder die Beratungsstelle für Sehbehinderte. (szr)