Kantonsrat
Erhalten Organisationen für Fremdplatzierungen zu grosse Beiträge?

Wie fliessen im Kanton Solothurn die Gelder an Fremdplatzierungsorganisationen?, wollte Johannes Brons (SVP, Schönenwerd) im Kantonsrat wissen.

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Es ist möglich, dass Organisationen mehr Geld erhalten, als die eigentlichen Pflegefamilien. (Symbolbild)

Es ist möglich, dass Organisationen mehr Geld erhalten, als die eigentlichen Pflegefamilien. (Symbolbild)

Keystone

«Die schweizweite Erfahrung sowohl von Gemeinden als auch von Pflegeeltern zeigt, dass gewisse Organisationen den grösseren Geldbetrag pro Kind und Tag als die Familie, welche die Pflegeleistung erbringt, einstecken.»

Die konkrete Platzierung werde von den Sozialregionen gestaltet. Diese seien frei, selbst, durch eine Beistandsperson oder mittels einer Organisation zu handeln, hält die Regierung fest.

Gerade in komplexen Situation würden Fremdplatzierungsorganisationen beigezogen. Dabei sei durchaus möglich, dass die Organisation mehr erhalte als die Familie. Grund dafür: Eltern, Kind und Pflegefamilie würden von der Organisation bei Bedarf fachlich unterstützt.

Die genaue Aufteilung würden die Pflegefamilie und die Organisation aber selbst regeln. Regelmässig würden aber rund 50 Prozent der Tagestaxe an die Pflegefamilie gehen.

Grundsätzlich, so die Regierung, würden im Kanton keine gewinnorientierten Firmen in diesem Bereich arbeiten. Die Tagespauschalen liegen zwischen 190 und 235 Franken. Dazu gehören auch Kost und Logis des Kindes. (SZR)

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