Geschäftsergebnis 2019
Erfolgreich unterwegs: Bereinigter Jahresgewinn der AEK Gruppe um 50 Prozent gesteigert

Die AEK Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Wärmeverbunde und Contracting gewinnen an Bedeutung.

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Zum besseren Ergebnis haben alle Geschäftsbereiche innerhalb der AEK Gruppe beigetragen.

Zum besseren Ergebnis haben alle Geschäftsbereiche innerhalb der AEK Gruppe beigetragen.

Thomas Ulrich

Das ausgewiesene operative Ergebnis der AEK Gruppe verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 7,8 Mio. um 3,6 Mio. auf 11,4 Mio. Franken. Aufgrund der Auflösung nicht mehr benötigter betrieblicher Rückstellungen und des anteiligen Erlöses aus der Liquidation der Energie Biberist AG belief sich der ausgewiesene Jahresgewinn auf 19,2 Mio. Franken. Ohne die ausserordentlichen Erträge resultierte ein bereinigter Jahresgewinn von 10,2 Mio. Franken, damit konnte der bereinigte Jahresgewinn aus dem Vorjahr von 6,8 Mio. Franken um 50 Prozent erhöht werden.

Zum besseren Ergebnis haben alle Geschäftsbereiche innerhalb der AEK Gruppe beigetragen. Im Verbund investierten AEK und onyx insgesamt rund 34 Mio. Franken in ihre technische Infrastruktur. 16 Mio. Franken davon flossen in die Stromnetzinfrastruktur, 17 Mio. Franken in die Contracting-Infrastruktur – beispielsweise Wärmeverbunde in den Gemeinden – und 1 Mio. Franken in die beiden regionalen Wasserkraftwerke Wynau und Schwarzhäusern.

Die AEK onyx Gruppe vergab 2019 Aufträge im Umfang von insgesamt rund 25 Mio. Franken an regionale Unternehmen. Zusätzlich zahlten die AEK-Gesellschaften Steuern in der Höhe von rund 4,6 Mio. Franken und die onyx-Gesellschaften in der Höhe von rund 3,5 Mio. Franken.

Einheimische Wasserkraft ist gefragt

AEK onyx setzt standardmässig auf Schweizer Wasserkraft und zertifizierten Naturstrom. Das heisst, sie beliefert ihre Kundinnen und Kunden grundsätzlich mit Energy Blue – dem Standardstrom, der ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen stammt. 85 Prozent der grundversorgten Kunden setzen auf den erneuerbaren Standardstrom Energy Blue. Das ganze Grundversorgungsportfolio der AEK onyx Gruppe – auch der günstigere Strom Energy Grey – ist CO2-frei. Den Strom beschafft sie vom einheimischen BKW-Kraftwerkpark. Der Stromabsatz der AEK onyx ist gegenüber dem Vorjahr leicht tiefer. Sie beliefert acht Partnergemeinden, das heisst, nur eine der Partnergemeinden hat die Energieversorgerin gewechselt. Mehr als zwei Drittel des Energieabsatzes der AEK onyx Gruppe geht an Kunden im freien Markt.

2019 war ein trockenes Jahr und die verfügbaren Wasserressourcen der Aare nur durchschnittlich. Die Energieproduktionsmenge aus den Werken Wynau und Schwarzhäusern betrug 85 GWh, damit liegt sie rund 4 Prozent unter dem langjährigen Mittelwert. Mit den beiden Wasserkraftwerken leistet die AEK onyx einen wichtigen Beitrag zur Produktion von erneuerbarer Energie in der Region.

Der Netzbetrieb verlief stabil, es kam zu keinen wesentlichen Störungen. Dank dem neuen Werkhof in Luterbach kann im Störungsfall noch rascher reagiert werden. Von Luterbach aus wird künftig das ganze Marktgebiet der BKW Gruppe in der Nordwestschweiz und dem Mittelland bedient.

Im Contracting-Geschäft schweizweit tätig

Das Contracting-Geschäft entwickelte sich positiv weiter: Die BKW AEK Contracting AG (BAC) ist lokal verankert, hat ihren Sitz in Solothurn, ist aber in weiten Teilen der Schweiz tätig, indem sie Wärmeverbunde und Contracting-Anlagen realisiert und betreibt. Die AEK onyx leistet mit ihrer Pelletproduktion und ihren Contracting-Anlagen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. 2019 hat sie damit insgesamt mehr als 100'000 Tonnen CO2-Ausstoss vermieden.

Der Generalversammlung wird eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 900 Franken pro Aktie vorgeschlagen. Wegen der Coronakrise haben der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der AEK Energie AG entschieden, dass die Generalversammlung unter Ausschluss einer physischen Teilnahme von Aktionärinnen und Aktionären abgehalten wird. (mgt)