Erderwärmung
Auch Solothurner Kantonsrat wird sich weiter mit der Klimaveränderung zu beschäftigen haben

Für den Volksauftrag der Klimagrosseltern in Sachen «Klimanotstand» reichte am Mittwoch die Zeit nicht. Jetzt steht bereits ein neues Begehren der jungen Klimastreikgruppen auf der Traktandenliste des Kantonsrats: «Eine Solaranlage für jedes Gebäude».

Urs Moser
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Klimajugend und Klimagrosseltern machen vor dem Rathaus gemeinsam auf ihre Anliegen aufmerksam.

Klimajugend und Klimagrosseltern machen vor dem Rathaus gemeinsam auf ihre Anliegen aufmerksam.

Tom Ulrich

Vor dem Rathaus marschierte am Mittwoch eine Gruppe der Klimagrosseltern auf, um die eintrudelnden Kantonsräte noch einmal für ihren Volksauftrag zur Ausrufung des «Klimanotstands» zu sensibilisieren. Der Regierungsrat soll beauftragt werden, die Bevölkerung über die Folgen des Klimawandels aufzuklären sowie die CO2-Emissionen im Kanton zu reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Das Geschäft stand allerdings zu weit hinten auf der Traktandenliste, als dass es noch zur Behandlung an diesem Tag gereicht hätte.

Und nun ist bereits ein weiterer Volksauftrag in der «Pipeline». Ebenfalls vor dem Rathaus aufmarschiert waren nämlich die Klimatstreikgruppen Olten und Solothurn, um ihren Volksauftrag «eine Solaranlage für jedes Gebäude» einzureichen. Verlangt wird darin, dass Neubauten und bestehende Bauten bei Dachsanierungen verbindlich mit einer Anlage zur Nutzung der Solarenergie ausgerüstet werden müssen – öffentliche Bauten ab sofort, bei privaten Gebäuden soll eine Übergangsfrist von zehn Jahren gelten.

Mehr Bäume entlang den Strassen

Einen kleinen Schritt nicht direkt gegen den Klimawandel, aber zum Schutz vor dessen Folgen hat der Kantonsrat dann doch bereits am Mittwoch getan: Er erklärte einen überparteilichen Auftrag erheblich, der die Pflanzung von mehr schattenspendenden Bäumen entlang von Kantonsstrassen propagiert. Bei Strassenbauprojekten soll jeweils geprüft werden, wo dies Sinn macht. Obwohl das nicht gerade allzu verbindlich ist, erfolgte die Zustimmung zum Auftrag mit 57 : 34 Stimmen nicht überwältigend und erst nach langer Debatte. Widerstand kam aus den Reihen von FDP und SVP.

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