Entscheid
Das Verwaltungsgericht bestätigt die Rechtmässigkeit des Wisent-Projekts im Thal

Das Solothurner Verwaltungsgericht hat die Beschwerden gegen das Wisent-Projekt im Thal abgewiesen. Es sieht die Baubewilligung für den Zaun als rechtmässig an.

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Im Thal sollen Wisente leben.

Im Thal sollen Wisente leben.

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Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerden von zwei Landanstössern abgewiesen, soweit überhaupt darauf eingetreten wurde. «Es kommt dabei zum Schluss, dass insgesamt sowohl die kantonalen Departemente wie die kommunalen Baubehörden die Prüfung unseres Vorhabens korrekt vorgenommen haben», heisst es in einer Mitteilung des Vereins Wisent Thal. Die kantonalen und kommunalen Behörden hatten dabei bereits die Einsprachen vollumfänglich abgewiesen.

Der Verein Wisent Thal gibt sich «hocherfreut» über die Bestätigung durch das Verwaltungsgericht, dass die Baubewilligung für den Zaun rechtmässig ist. «Zwar können die Beschwerdeführer das Urteil noch vor Bundesgericht weiterziehen, wir gehen jedoch nicht davon aus, dass das Bundesgericht grundsätzlich anders urteilen würde.» Immerhin seien sowohl die Einsprachen wie die Beschwerden vollumfänglich abgewiesen worden.

Dialog mit Kritikern gesucht

Das Urteil des Verwaltungsgerichts zeige auch, dass der Verein Wisent Thal ein gut geplantes Projekt vorgelegt habe, welches von der Verwaltung gründlich unter die Lupe genommen wurde. «Das Projekt nimmt Rücksicht auf die Ansprüche der Menschen und beinhaltet entsprechende Sicherheitsvorkehrungen», schreibt der Verein.

Auch nach Beendigung des Beschwerdeverfahrens sei wie bis anhin der Dialog mit Kritikern gesucht worden, um den Bedenken Rechnung zu tragen. «Es ist dem Verein Wisent Thal ein Anliegen, dass möglichst breite Kreise aus der Region ins Projekt involviert sind und davon profitieren können.»

Zum Projekt

Ziel des Projektes ist es, mit einer Wisent-Testherde in einem rund 100 Hektaren grossen Gebiet bei Welschenrohr zu untersuchen, ob der im Mittelalter ausgerottete Wisent heute als Wildtier im Jura tragbar ist. Der Versuch im Gehege dauert fünf Jahre.

Das Testgelände gehört der Bürgergemeinde Solothurn und dem Landwirt Benjamin Brunner und wird für die Dauer des Versuches eingezäunt. Es wird während der Projektzeit weiterhin land- und forstwirtschaftlich genutzt und der Zugang für die Öffentlichkeit wird nicht eingeschränkt.

Bruno Kissling