Gesundheit
Engpass bei Grippeimpfung: Kanton gibt Entwarnung

Die kalte Jahreszeit naht und mit ihr die Grippesaison. Wer sich dagegen impfen lassen will, kann das auch in diesem Jahr tun. Die Solothurner Spitäler sind vom Engpass bei den Grippe-Impfstoffen nicht betroffen.

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Eine Person wird gegen Grippe geimpft (Symbolbild)

Eine Person wird gegen Grippe geimpft (Symbolbild)

Keystone

Die Hersteller von Impfstoffen kämpfen gegen Lieferverzögerungen. Zwei von fünf Produzenten sind davon betroffen. Das bestätigte gestern das Bundesamt für Gesundheit.

Als Folge davon, warten denn auch einige Schweizer Spitaler bereits auf die Lieferung des Impfstoffs. Dem Universitätsspital Basel fehlen beispielsweise 4000 Impfdosen, wie das Nachrichtenmagazin «10vor10» berichtete.

Lieferant nicht betroffen

Im Kanton Solothurn dürften sich die Lieferengpässe nur unmerklich auswirken. «Unsere Hersteller sind nicht von dieser Verzögerung betroffen», bestätigt Marco Schärer, Kantonsapotheker und Chef-Apotheker der Solothurner Spitäler auf Anfrage.

Die im Frühling bestellten Impfdosen sollten termingerecht in der zweiten Oktoberhälfte eintreffen. Früh genug also, für die kantonale Impfaktion des Staatspersonals, die hauptsächlich im November stattfindet. Erfahrungsgemäss lassen sich etwa 1500 Kantonsangestellte freiwillig impfen.

Für Hausärzte sollten kleinere Verzögerungen kein Problem darstellen, so der Kantonsapotheker: «Sie können notfalls ein anderes Produkt einsetzen und dann nachbestellen.»

Zu früh impfen bringt nichts

Bei einer Grippeimpfung kommt es vor allem auf den richtigen Zeitpunkt an. «Der Impfschutz ist am besten zwischen einem und vier bis fünf Monaten nach der Impfung», erklärt Schärer. Mit anderen Worten: Impft man zu früh und die Grippewelle kommt erst spät, verpufft der Schutzeffekt. (cze)

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