Nach wie vor auf Granit stösst der Kanton mit seinem Umnutzungsgesuch für das Kapuzinerkloster Solothurn. Ein erstes Gesuch war bereits nach Beanstandungen durch die städtische Baukommission zurückgezogen worden. Auf eine neuerliche Publikation haben nun wiederum die bisherigen zwei Einzeleinsprecher mit einer Einsprache reagiert, dazu sei eine neue Partei mit zwei Unterzeichnern gekommen.

«Und die Verfasser einer bisherigen Sammeleinsprache haben eine Fristverlängerung bis 11. Juni eingereicht», erklärt Urs F. Meyer. Leiter des städtischen Rechtsdienstes, auf Anfrage. Die damalige Sammeleinsprache hatte 14 Unterschriften umfasst. Weiter könnten per B-Post noch weitere Einsprachen eintreffen, ist doch die Einsprachefrist erst am Montag abgelaufen.

In seinem neuen Nutzungsgesuch hatte der Kanton zwar die Öffnungszeiten etwas zurückgenommen und auch die Anzahl Aussenanlässe verteilt auf zwei Zonen neu vorgeschlagen. Aber weiterhin will er vor allem im Innenbereich «kirchlich, gastronomische und kulturelle Anlässe wie Hochzeitapéros, Jubiläumsfeiern, Geburtstage, Tauffeste, Matineen, Vorträge stilles Gewerbe wie in einer Wohnzone und zudem in der Kirche Konzerte» ermöglichen.

Auch könnten traditionelle, landwirtschaftliche Erzeugnisse im Sinn einer Manufaktur möglich sein – wie dies zuletzt bei «Natürlich im Chloschter» während zwei Tagen der Fall gewesen war.
Bis jetzt gilt für das Kapuzinerkloster die Nutzungsbewilligung von 2007, der der Kanton mit einer damaligen Einsprecherin ausgehandelt hatte. (ww)