Solothurn
Einmal Chili con carne bitte – Wir machen den Selbsttest beim S-Mobil

Das S-Mobil versorgt seit ein paar Wochen Leute in der Region Solothurn mit Mittagessen. Was lässt die Gäste des Imbisswagens auch bei eiskalten Temperaturen Schlange stehen? Wir haben in der Stadt Solothurn den Test gemacht.

Nadia Chamakhe
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11.45 Uhr, an der Biberiststrasse: Vor dem Imbisswagen stehen bereits die ersten Kunden. Es herrscht ausgelassene Stimmung: Neuigkeiten werden ausgetauscht und Gelächter ertönt. Die Betreiber des S-Mobils und ihre Gäste scheinen sich bereits zu kennen. Nach einigen Mahlzeiten sei man schnell per Du, wie Foodtruck-Chef Martin Blaser erklärt.

Das S-Mobil ist seit anfangs März im Kanton Solothurn unterwegs, kann aber bereits auf eine Stammkundschaft zählen. Am Dienstag wurde sogar ein neuer Rekord aufgestellt, 80 Essen konnten an einem Tag verkauft werden. «Trotz des kalten Wetters standen die Kunden Schlange», erzählt Barbara Saturno.

Am Mittwoch lassen sich in Solothurn auch einige Leute blicken, die das erste Mal vom Essen der drei Gerlafinger kosten. Den meisten Gästen ist das Wetter aber zu kalt, um zu verweilen. So suchen sie bald mit ihrer gefüllten Tupperware den Weg in die Wärme. Den Betreibern des Foodtrucks macht die Kälte nichts aus, denn im Wagen sei es schön warm.

Pro Tour werden drei verschiedene Gerichte in Behältern aufbewahrt, damit sie warm geschöpft werden können. Vorbereitet werden die Mahlzeiten aber schon in Lyssach, genauso wie die selbstgebackenen Brote.

Die Vorbereitung alleine konnte aber nicht verhindern, dass der Reis bereits früh ausging. So muss beim Chilli con carne die Pasta als Ersatz hinhalten. Das Essen schmeckt der Testperson trotzdem.

Was macht das S-Mobil abwechslungsreich?

Noch in ihrer Arbeitskleidung holen die meisten Leute ihr Mittagessen ab. Sie schätzen es, dass ihnen trotz der kurzen Mittagspause die Zeit für eine warme Mahlzeit reicht.

Dass es jede Woche eine neue Menükarte gibt, kommt bei den Gästen besonders gut an. Die Mehrheit der befragten Kunden begründet ihren Besuch beim Foodtruck denn auch so: «Das Essen ist abwechslungsreich.»

Serviert wird die Mahlzeit in einem Einweggeschirr oder in Tupperware, die die Kunden wieder zurückbringen können. Die Betreiber des S-Mobils wollen so möglichst umweltfreundlich ihr Essen an den Mann und die Frau bringen.

Barbara Saturno erzählt, dass die Kunden das Angebot der zur Verfügung gestellten Tupperware rege nützen. «Sie schreiben sogar ihren Namen drauf», wie sie berichtet.

Weiter dürfen die Kunden nicht nur das Geschirr der Gerlafinger ausleihen, sondern ihr Mittagessen vorkosten. «Die Kunden dürfen unser Essen probieren, damit sie sicher sind, ob sie es mögen.» So kam auch der Spruch zustande, der die Vorderseite des Foodtrucks ziert: «Ässe zum drilänge».

12.20 Uhr: Die Tupperware ist leer und der Hunger gestillt. Der grosse Andrang ist vorbei und die Gäste machen sich wieder auf den Weg zur Arbeit. Auch bei den Betreibern des S-Mobils ist noch nicht Feierabend, sie müssen zuerst aufräumen, abwaschen und bald die nächste Tour vorbereiten.