Schulstart

Eines hat sich an allen Schulen gezeigt: Die Massnahmen brauchen Zeit – und Disziplin

Die Schülerinnen und Schüler sind froh, wieder im Unterricht zu sitzen.

Die Schülerinnen und Schüler sind froh, wieder im Unterricht zu sitzen.

Die beiden Präsidenten des Lehrerinnen- und Lehrerverbands und der Schulleiterinnen- und Schulleiter im Kanton Solothurn sind zufrieden mit der Wiederaufnahme des Unterrichts. Die Massnahmen bis zu den Sommerferien möglichst gut umzusetzen, brauche aber Disziplin.

Die letzten Wochen waren für die Lehrpersonen und Schulleiterinnen und Schulleiter anspruchsvoll und deren Verbände entsprechend gefordert. Mathias Stricker, der Präsident des Solothurner Lehrerinnen- und Lehrerverbands LSO, und Adrian van der Floe, Präsident des Verbands der Schulleiterinnen und Schulleiter Solothurn, hatten alle Hände voll zu tun.

Mit der ersten Schulwoche nach der Wiedereröffnung zeigen sie sich zufrieden. Die meisten Schüler hätten die Zeit im Fernunterricht gut überstanden und seien froh, wieder in die Schule zu können. Dieses Feedback hätten sie in den vergangenen Tagen regelmässig erhalten. Die meisten Kinder hätten in die Schule zurückkehren können. Van der Floe schätzt, dass weniger als ein Prozent der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen im Kanton aus Sicherheitsgründen daheim bleiben muss. Auch bei den Lehrpersonen sind es weniger als noch vor einer Woche befürchtet: Laut van der Floe fehlen momentan rund fünf Prozent der Solothurner Lehrpersonen.

Der Unterricht funktioniere, sei aber noch ungewohnt, sagt Stricker. Die Schutzmassnahmen werden zwar an den verschiedenen Schulen unterschiedlich umgesetzt, aber ein Punkt ist überall gleich: Die Massnahmen brauchen viel Zeit. Die Lehrpersonen müssen ihren Unterricht ausserdem anders gestalten als in Zeiten vor Corona. So sei der Unterricht momentan frontaler als noch vor einigen Wochen, und die Schülerinnen und Schüler bleiben vorwiegend im Schulzimmer, sagt Schulleiter van der Floe. Viele Fächer müssen ausserdem mit starken Einschränkungen unterrichtet werden, zum Beispiel das Turnen. Gelohnt hat sich laut van der Floe der Einsatz von pädagogischem Ergänzungspersonal an den Schulen. Diese Personen entlasten die Lehrerinnen und Lehrer, zum Beispiel bei der Pausenaufsicht.

Van der Floe und Stricker betonen: Nachdem der Unterricht gestartet sei, gelte es nun, die Massnahmen bis zu den Sommerferien möglichst gut umzusetzen. Das erfordere Disziplin und ein stetiges Nachjustieren. «Wir müssen beobachten, wie gut die Schutzmassnahmen funktionieren, und allenfalls Anpassungen vornehmen», so Mathias Stricker. (rba)

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