Jugendmusik
Eine Woche im Zeichen der Musik bei den Solothurner Blasmusikern

Der Solothurner Blasmusikverband organisiert das erste kantonale Jugendblasorchester-Lager (JBO). Noch sind Plätze frei und Jugendliche die ein Blasinstrument oder ein Schlaginstrument spielen können sich noch bis Ende Februar anmelden.

Alois Winiger
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Der 12-jährige Raphael Kessler (links) aus Subingen und sein 13-jähriger Bruder Philipp spielen sich schon mal ein.

Der 12-jährige Raphael Kessler (links) aus Subingen und sein 13-jähriger Bruder Philipp spielen sich schon mal ein.

wak

Was sich in der Blasmusikszene auf kantonaler Ebene bei den Brass-Band-Fans zu einer beliebten und erfolgreichen Tradition entwickeln konnte (vgl. Text unter dem Bild), hat bis jetzt bei den Windbands beziehungsweise Harmonieformationen gefehlt: ein einwöchiges Jugendmusiklager während der Sommerferien. Nicht zu verwechseln mit den Lagerwochen, die von einzelnen Musikvereinen in Eigenregie durchgeführt werden.

Dieses Jahr will der Solothurner Blasmusikverband nun das erste kantonale Jugendblasorchester-Lager (JBO) durchführen vom 28. Juli bis 5. August in Jaun im Berner Oberland. Noch sind Plätze frei, melden können sich Jugendliche im Alter von 12 bis 22 Jahren, die ein Blasinstrument oder ein Schlaginstrument spielen. Den Abschluss werden zwei Konzerte bilden, das eine ist für Sonntag, 5. August, im Konzertsaal Solothurn angesagt.

Musikalisch weiterkommen

Brass-Band: Eine Topvorlage geliefert

Gleichzeitig mit der geplanten Lagerwoche des Jugendblasorchesters in Harmoniebesetzung findet auch eine Lagerwoche für Brass-Band statt. Bei dieser Gattung Blasmusik herrscht das Lagerfieber schon länger und hält auch an. Das zeigt sich an der grossen Teilnehmerzahl, sie werden in eine A- und in eine B-Formation aufgeteilt. Dass es zwei Lagerwochen gibt, hat noch eine grundlegende Bedeutung. Es zeigt nämlich, dass sich auch die Liebhaberinnen und Liebhaber der beiden Genres in zwei Lager aufteilen. Die Brass-Fans wollen in einer Besetzung spielen, die sich ausschliesslich aus Blechinstrumenten zusammensetzt. Die Fans der Harmoniebesetzung, auch Windband genannt, dagegen wollen den Klang von Klarinetten, Saxofonen und Flöten nicht missen. Ohne die beiden Genres zu bewerten: Die Brasser sind die «Angefressenen» und zeigen bisweilen einen ausserordentlichen Einsatz. Dies kann zu einem unerwartet grossen Erfolg führen, wie sich im vergangenen November herausgestellt hat. Emotion Brass hat am Schweizerischen Brass Band Wettbewerb einen zweiten Rang erreicht. Die Formation ist aus dem solothurnischen Jugendbrassbandlager hervorgegangen. (wak)

Bereits angemeldet haben sich Raphael und Philipp Kessler aus Subingen. «Eine Bekannte von mir hat vom Brassbandlager vorgeschwärmt und da habe ich mich gleich gemeldet», erzählt Raphael. Seit einem halben Jahr spielt er in der Musikgesellschaft Subingen Trompete und freut sich riesig darauf, eine Woche lang mit Gleichgesinnten intensiv seinem Hobby zu frönen. Zudem liebt er das Lagerleben. Sein Bruder Philipp spielt schon länger im gleichen Verein Saxofon und ist aus denselben Gründen gespannt auf das Lager.

Aus Fulenbach angemeldet haben sich Alexandra Probst, Xylofon, und Julia Büttiker, Saxofon. Beide machen in der Jugendmusik Aaregäu und in der Harmoniemusikgesellschaft Fulenbach mit, wo sie vom JBO-Lager erfahren haben. Sie hoffen, neue Leute kennen zu lernen im Lager und natürlich musikalisch weiterzukommen.

Darin besteht denn auch das Hauptziel des Lagers. Die jungen Musizierenden sollen einerseits die eigene Spieltechnik verfeinern können. Anderseits werden sie lernen, mit Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie noch nie gespielt haben, einen Registersound zu formen.

Anmelden bis Ende Februar

Die Anmeldefrist läuft noch bis Ende dieses Monats (Adressen am Schluss des Textes). Wer sich angemeldet hat, wird am Samstag, 17. März, nach Mümliswil zu einem Vorspiel eingeladen. Die Aussicht auf dieses Vorspielen hat Chiara Jäggi (Cornet) aus Boningen zuerst etwas Angst gemacht, wie sie berichtet. Doch dann liess sie sich von ihren Kollegen der Jugendmusik Aaregäu und der Musikgesellschaft Boningen überzeugen, sich anzumelden. «Anhand dieses Vorspiels können die Lagerverantwortlichen einschätzen, wer für welche Stimme auf dem Instrument geeignet ist», erklärt Marco Nussbaumer (Allschwil).

Der Musiklehrer und Dirigent der Musikvereine Konkordia Mümliswil und Konkordia Wolfwil ist Hauptlagerleiter. Die musikalische Leitung hat Andreas Kamber, Hornist und Leiter der Young Harmonists Balsthal. Unterstützt werden sie von erfahrenen Musikern als Registerleiter. Hinzu kommt als Gast Armin Renggli, Musiker und profilierter Dirigent von Orchestern und Brass Bands.

Anmeldung via www.sobv-online.ch oder marconussbaumer@bluewin.ch, Telefon 061 811 74 84.