Kanton Solothurn
Eine Dornacherin wird oberste Reformierte der Schweiz

Die Evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz EKS hat am Montag mit Pfarrerin Rita Famos nicht nur erstmals eine Präsidentin gewählt. Zudem übernimmt mit Evelyn Borer aus Dornach eine Solothurnerin das Präsidium der Synode für die Amtszeit 2021/2022.

Tilmann Zuber
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Plädiert für eine offene Kirche: Evelyn Borer.

Plädiert für eine offene Kirche: Evelyn Borer.

zvg

Evelyn Borer ist Synodalratspräsidentin der Reformierten Kirche Kanton Solothurn. Die 60-Jährige verfügt über grosse politische Erfahrung. Sie war Gemeinderätin in Dornach, sass für die SP im Solothurner Kantonsrat und amtete auch als Präsidentin der Kantonalpartei. Seit 2015 ist sie Präsidentin der Reformierten Kirchgemeinde Dornach-Gempen-Hochwald. Werner Berger, Delegierter der Solothurner Kantonalkirche, unterstrich in seinem Votum die politische Erfahrung und den pragmatischen, kooperativen Stil von Borer.

Die Dornacherin Borer steht für eine offene reformierte Kirche ein. Als sie im letzten Jahr in der Heiliggeistkirche in Flüh zur Solothurner Synodalratspräsidentin gewählt wurde, zitierte sie die Präambel der Schweizerischen Bundesverfassung. Der Text spiegle ihre Haltung wieder, machte sie dabei klar. Ihr seien die Offenheit und der Respekt im Umgang mit Menschen, ihren Werten und Anschauungen wichtig, auch in der Kirche. «Unter dem Dach der reformierten Kirche haben unterschiedliche Strömungen, Ideen und Haltungen Platz», sagte Borer. Gerade die Offenheit der Reformierten gefalle ihr.