Interview
«Eine Chance muss man packen, wenn sie sich bietet»: Christian Werner wechselt nächstes Jahr ans Obergericht

Das Kantonsparlament hat anfangs Dezember Christian Werner zum neuen Oberrichter gewählt. Im Gespräch mit dem neuen Oberrichter.

Balz Bruder
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Christian Werner (SVP) wurde zum neuen Oberrichter gewählt. (Archivbild)

Christian Werner (SVP) wurde zum neuen Oberrichter gewählt. (Archivbild)

Christian Werner, Sie wechseln Mitte 2021 ans Obergericht. Zuerst war die Freude über die Wahl. Und nun das Erwachen darüber, welche Folgen das für Ihr Berufs- und Politikerleben hat?

Nein, die Freude ist nach wie vor gross. Selbstverständlich habe ich mir über die verschiedenen Konsequenzen umfassend Gedanken gemacht, bevor ich mich für die Bewerbung als Oberrichter entschieden habe.

Werden Sie die Parlamentsarbeit vermissen?

Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Auf jeden Fall werden mir die Jahre im Parlament in positiver Erinnerung bleiben. Der Kantonsrat wird aber problemlos ohne mich funktionieren.

Sie sind auch Präsident des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbands. Schmerzt der Abschied?

Ich war während der vergangenen 18 Monate mit Herzblut und Freude Präsident. Aber eine Chance muss man packen, wenn sie sich bietet. Und der Verband hat nun ein halbes Jahr Zeit, die Nachfolge zu regeln und einen nahtlosen Übergang sicherzustellen, was uns gelingen wird.

Sie verabschieden sich mit dem Wechsel in die Justiz von der Politik. Gehört der Politiker Werner damit der Vergangenheit an?

Ich werde meine politischen Mandate abgeben. Aber natürlich bleibe ich ein politisch interessierter Mensch. Ich fokussiere mich nun voll und ganz darauf, ab Juni 2021 meinen Beitrag zur Pflege des guten
Rufes der Justiz des Kantons Solothurn leisten zu können. Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen und die verantwortungsvolle Tätigkeit.

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