Mit dem Ziel «mehr Sicherheit – mehr Natur – mehr Erholung» realisiert der Kanton Solothurn seit 2016 in mehreren Etappen das Projekt «Hochwasserschutz- und Revitalisierung Emme, Wehr Biberist bis Aare». Das Projekt stellt den Hochwasserschutz entlang der Emme auf den letzten 4.8 km vor der Einmündung in die Aare sicher. Dazu wird die Abflusskapazität der Emme mit Aufweitungen des Flussbettes vergrössert, teilt die Staatskanzlei mit. Wo dies nicht genügt, werden im Uferbereich Schutzbauten wie Dämme oder Mauern erstellt. Bei einigen Brücken sind Massnahmen vorgesehen, die das Risiko reduzieren, dass sich Schwemmholz an den Brücken verfängt.

Aufwertung des Naturraums

Mit den Hochwasserschutzarbeiten wird zugleich die Flusslandschaft aufgewertet. Natürliche Überflutungs- und Erosionsprozesse werden gefördert. Ufer- und Flusssohle werden mit Steinen und Holz vielfältig strukturiert. Künftig bildet der Gewässerraum der Emme ein abwechslungsreiches Mosaik an Lebensräumen, das vielen – und zum Teil selten gewordenen – Pflanzen- und Tierarten Heimat bietet.

Tag der offenen Baustelle - 4. Mai 2019

Wie entsteht ein Hochwasserschutz-Damm? Warum werden Baumstrünke ins neue Ufer eingebaut? Was bedeutet «fischgängig»? Weshalb sind verschiedene Strömungsmuster wertvoll? Antworten auf solche Fragen bieten die Informationsposten am kommenden Tag der offenen Baustelle. Nach dem Rundgang lädt der Kanton die Besuchenden zu einem Imbiss ein. (sks)