Laut mehreren Zeugenaussagen soll ein Wolf das Schwarzbubenland unsicher machen. Herumgesprochen hat sich die Nachricht in der Region noch nicht. Bauer Kurt Vögtli aus Hochwald wusste bis vor Kurzem noch nichts von der angeblichen Anwesenheit des Tieres: «Einerseits bin ich ängstlich, andererseits ist es für mich neu und unbekannt».

Neben Mutterkühen gehören der Bauernfamilie auch Schafe. Gegen den potentiellen Wolfsangriff könne man nicht viel tun, ausser sie einzuzäunen.

Keine Panik

Hans Wüethrich ist ebenfalls Landwirt im betroffenen Gebiet. Er versucht ruhig zu bleiben: «Ich habe keine Angst um meine Tiere». Im Stall seien sie gut geschützt, auch wenn der Wolf hineingehen könnte. «Ich mache deswegen keine Panik» sagt Wüethrich.

Wolf im Schwarzbubenland

Wolf im Schwarzbubenland

Im Solothurner Schwarzbubenland ist vermutlich ein Wolf unterwegs. Für die Leute in der Region ist dies ein noch eher unbekanntes Ereignis.

Der Wolf — eine Gefahr? 

Waldspaziergänger geben sich gelassen, auch wenn das Thema bei manchen ein mulmiges Gefühl auslöst. «Wenn der Wolf genau da gewesen wäre, würde ich am Abend nicht hier joggen» meint ein Passant schmunzelnd. Für eine andere Frau ist die Anwesenheit des Tieres zwar komisch, aber auch sie sieht im Wolf keine Gefahr.

Der Solothurner Jagdverwalter Jürg Froelicher hält es für sehr wahrscheinlich, dass sich ein Wolf in der Region aufhält. Der Leiter des Amtes für Wald, Jagd und Fischerei erklärt: «Im Westschweizer Jura wurden die Tiere nachgewiesen und auch im Grossraum Thun und im Entlebuch gibt es Wölfe».

Laut dem Kanton brauche die Bevölkerung keine Angst vor dem Wolf zu haben. In Mitteleuropa seien keine Übergriffe auf Menschen bekannt. (hts)