Vorbereitung

Ein Sinfonieorchester mit Jungen aus der Region stimmt sich auf das Jugendmusikfest in Burgdorf ein

Das Jugendsinfonieorchester Solothurn-Grenchen. Projektleiter Ueli Steiner (hinten, rechts), der musikalische Leiter Ruwen Kronenberg (daneben) und Nathalie Meier-Moreno (vordere Reihe 2. rechts)

Das Jugendsinfonieorchester Solothurn-Grenchen. Projektleiter Ueli Steiner (hinten, rechts), der musikalische Leiter Ruwen Kronenberg (daneben) und Nathalie Meier-Moreno (vordere Reihe 2. rechts)

Das Regionale Jugendsinfonieorchester Solothurn-Grenchen «rjso» präsentiert in Solothurn und Grenchen sein neues Programm. Zudem nehmen sie Ende September am Jugenmusikfest in Burgdorf teil.

Nach drei erfolgreichen Jahren steht das Regionale Jugendsinfonieorchester der Region Solothurn – Grenchen, «rjso», kurz vor den Konzerten seiner vierten Saison. Werke von Gustav Holst, Franz Strauss, Peter Warlock und Jeremiah Clarke bilden das diesjährige, «Suiten» übertitelte Programm. Am Wochenende tritt das Orchester in Solothurn und Grenchen auf. Am 22. September ist man zudem am Schweizerischen Jugendmusikfest in Burgdorf mit von der Partie.

Eine Ergänzung zu den Musikschulen

Erstmals in der Geschichte dieses traditionellen Grossanlasses werden nämlich auch klassische Jugendsinfonieorchester auftreten. «Unser Orchester kann somit eine Pionierrolle übernehmen», freut sich Projektleiter Ueli Steiner. Zusammen mit Pia Bürki hat er das «rsjo» 2016 ins Leben gerufen. «Uns hat die Idee, fortgeschrittenen Musikschülerinnen und Musikschülern die Möglichkeit zu geben, in einem sinfonischen Rahmen zu spielen, schon eine Zeitlang umgetrieben», so Steiner. Nun steht das Ensemble, welches unter der musikalischen Leitung von Ruwen Kronenberg steht, in seiner vierten Saison und entwickelt sich prächtig. Es zählt 35 junge Akteure im Alter von 12-25 Jahren. Das Jugendsinfonieorchester sei nie als Konkurrenz zu den Musikschulen gedacht gewesen, sondern als Ergänzung. Die einzelnen Musikschulen hätten die personellen Ressourcen für eine Sinfonie-Besetzung gar nicht. «Uns ist es auch ein Anliegen, im Bereich der Begabten-Förderung tätig zu sein», führt der Projektleiter weiter aus.
In den vergangenen Jahren hat man in den Programmen auf eine Mischung zwischen E- und U-Musik gesetzt, während die diesjährige Ausgabe klassisch ausgerichtet ist. «Wir versuchen zu variieren; ein breites Spektrum der Orchester-Literatur musikalisch umsetzen», begründet Ueli Steiner.

Nathalie ist inspiriert von Nina Reber

Für die jungen Musizierenden standen zunächst fünf Proben wischen Mai und Juni sowie schliesslich vier Intensivprobetage in der letzten Woche der Sommerferien auf dem Programm.
Seit Beginn dabei ist die Grenchner Cellistin Nathalie Meier-Moreno. «Ich wurde von Ruwen Kronenberg angefragt, ob ich mitmachen möchte», erklärt die 14-Jährige. Sie hat sich der Herausforderung gestellt: «Ich mag dieses unkomplizierte Zusammenspiel mit anderen jungen Musizierenden.»
Obwohl sie auch schon mit dem Grenchner Stadtorchester aufgetreten ist, wird sie sich aus diesem Grund vorderhand auf das Jugendsinfonieorchester konzentrieren. Die Musik wird sie kaum zu ihrem Beruf machen: «Ich bin zwar ambitioniert, das Musizieren wird aber wohl ein Hobby bleiben.» Neben Cello betreibt Nathalie auch das Piano- und Ukulelespiel. Wie ist ihre Wahl auf das nicht ganz alltägliche Instrument gefallen? «Ich habe früher sehr viel von Peter Reber gehört. Seine Duette mit seiner Tochter Nina haben mich fasziniert. Und sie hat eben Cello gespielt.»
Nervös sei sie bei ihren Auftritten höchstens, wenn sie ein Solo zu spielen habe. Und wie steht es bei Nathalie mit dem Üben? «Natürlich gibt es Momente, da ich lieber etwas anderes tun würde», erklärt sie. «Ich ermuntere sie dann, doch zu spielen. Vor allem, weil ich ihr so gerne zuhöre», fügt ihre Mutter Nathaly bei.

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