Gewerbeverband
Ein Nein zur Initiative gegen den Lehrplan

Der Kantonal-Solothurnische Gewerbeverband lehnt die Initiative gegen den Lehrplan 21 ab.

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Der Gewerbeverband ist für den Lehrplan 21 und spricht sich gegen die Initiative aus. (Symbolbild)

Der Gewerbeverband ist für den Lehrplan 21 und spricht sich gegen die Initiative aus. (Symbolbild)

Keystone

Am 21. Mai 2017 stimmt das Solothurner Volk über die Volksinitiative «Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21» ab. Die Präsidentenkonferenz des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbandes (KGV) lehnt diese Initiative mit grossem Mehr gegen 3 Stimmen ab. Mit 58.4 Prozent habe das Solothurner Volk seinerzeit dem Harmos-Schulkonkordat zugestimmt, ruft der KGV in Erinnerung. Gewerbeverband, Handelskammer und diverse Industrieverbände hätten sich für das Konkordat eingesetzt: «Der Lehrplan 21 ist nun die logische Folge dieses Entscheides.»

Menschen müssten dort arbeiten können, wo sie gebraucht werden. «Wer Kinder im Schulalter hat, überlegt es sich zweimal, den Wohnort zu wechseln und damit den eigenen Kindern auch ein neues Schulsystem zuzumuten.» Solche Systembrüche behinderten nicht nur die Mobilität, sie seien auch schulisch völlig unnötig. «Der neue Lehrplan bringt hier in vielen Punkten eine wesentliche Verbesserung», heisst es beim KGV.

Der Lehrplan 21 verankere erstmals die Vorbereitung auf die berufliche Grundbildung als Ziel im Lehrplan. Auch die Fächer Mathematik, Informatik und Technik würden dort festgeschrieben. Gerade in unserer vernetzten Welt sei aber nur logisch, dass Wissen und Können in konkreten Situationen auch angewendet werden könnten. Schülerinnen und Schüler benötigten also weiterhin Wissen, Können und Wollen: «Fähigkeiten, die in vielen beruflichen Grundausbildungen seit langer Zeit erfolgreich angewendet werden.» (mgt)