8000 Franken aufs Konto

Ein Irrtum: Daniela Ryf wollte Lotterie-Gelder gar nicht mehr beantragen

Daniela Ryf siegt und siegt. Das Geld aus dem Sportfonds will sie nicht behalten. (Archiv)

Daniela Ryf siegt und siegt. Das Geld aus dem Sportfonds will sie nicht behalten. (Archiv)

8'000 Franken sind 2015 aus dem kantonalen Sportfonds an Daniela Ryf geflossen. Nun reagiert die Feldbrunner Triathletin. Sie wollte eigentlich gar keine Unterstützung mehr beantragen und will das Geld spenden.

Diese Zeitung machte am Freitag publik, dass die Spitzensportlerin Daniela Ryf im letzten Jahr auf Gesuch hin 8'000 Franken aus dem kantonalen Lotteriefonds erhielt. Dies, obwohl die Siegerin der Ironman-WM auf Hawaii und Gewinnerin der sogenannten «Triple Crown»-Serie im letzten Jahr über 1,5 Millionen US-Dollar verdient hat.

Bisher war sie für diese Zeitung nicht erreichbar. Jetzt meldet sie sich aber per E-Mail. 

Das Ganze sei ein Irrtum, schreibt die erfolgreiche Feldbrunner Triathletin nun. Sie habe eigentlich gar keine Unterstützung mehr beantragen wollen. «Das Prozedere der vergangenen Jahre wiederholend», habe ihr Management automatisch den Betrag beantragt.

«Der Förderbeitrag war in den vergangenen Jahren für mich enorm wichtig», so die Feldbrunnerin. Deshalb sei es eine wichtige Aufgabe des Managements gewesen, jedes Jahr das Gesuch zu stellen. «In Anbetracht der veränderten Einkommenslage» habe sie den Betrag in diesem Jahr gar nicht mehr beantragen wollen, schreibt Ryf.

Zumal sie sich bewusst sei, welchen Zweck die Fördergelder hätten, habe sie «mit meinem heutigen Einkommen die Sportförderung durch den Kanton nicht mehr belasten» wollen. Dass das Gesuch doch gestellt wurde, führt sie auf einen «Kommunikationsfehler zwischen Management und Athlet» zurück.

Geld geht an ihre Ex-Sportvereine

Das Geld fliesst aber nicht zurück in den Lotteriefonds: Wie schon im letzten Jahr werde sie die 8000 Franken «aus persönlichen Mitteln aufstocken» und an den Nachwuchs ihrer ehemaligen Sportvereine spenden, schreibt Daniela Ryf.

Sie nennt auch gleich die verschiedenen Empfänger, die bei dieser privaten, indirekten Lotteriegeld-Ausschüttung zum Handkuss kommen werden: LZ Biberist, Schwimmclub Solothurn, Schwimmclub Burgdorf, Triclub Solothurn, Swiss Triathlon Nachwuchs und die Wildcats Basel. (ldu/szr)

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