J+S-Ferienlager
Ein Hitzelager für Solothurner Kinder in Tenero

Sechzig Solothurner Kinder schwitzten während einer Woche im Tessin. Die Kinde genossen das J+S-Lager in Tenero, für viele war allerdings die Hitze ungewohnt.

Armin Leuenberger
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J+S-Lager in Tenero.
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Geduldig lassen sie sich vom Profi die Griffe für die Kletterwand erklären.
J+S-Lager in Tenero.
Ob Volleyball, Unihockey oder Tanz und Gymnastik: Für die Teilnehmer war das Lager im «Centro Sportivo» in Tenero einmal mehr ein Höhepunkt.
J+S-Lager in Tenero.

J+S-Lager in Tenero.

Armin Leuenberger

«Schöner hätte es ja gar nicht sein können», sagte die angehende Sekundarlehrerin Nora Stäuble aus Subingen. Nach einer verregneten ersten Ferienwoche zu Hause, erlebte sie die zweite Woche zusammen mit 60 Solothurner Kindern im J+S-Ferienlager in Tenero. Das Wetter war so, wie man es sich im Tessin wünscht. Erstmals stand die 22-jährige Stäuble zusammen mit ihren zwei Kollegen Caroline Flück aus Oekingen und Dominik Richner aus Rupperswil als Leiterin in einem Sommerlager im Einsatz. «Es war für mich eine ganz tolle Erfahrung», sagte die Absolventin der Pädagogischen Hochschule vor der Rückreise nach Solothurn.

Alles unter einen Hut bringen

Nora Stäuble brachte bereits Lagererfahrung mit, vor zwei Jahren hat sie mit dem Snowboard den Leiterkurs erfolgreich absolviert. Tenero kannte sie bisher jedoch nur von privaten Reisen. «Die Lage ist super, und dank dem See bieten sich enorm viele Möglichkeiten.» Stäuble hat neben der beruflichen Ausbildung auch im J+S-Bereich noch einige Pläne. So möchte sie den Leiterkurs Volleyball absolvieren und auf Ski und Snowboard weiterhin aktiv bleiben.

Der Vormittag war jeweils für jene Disziplinen reserviert, für die sich die Teilnehmer im Vorfeld des Lagers eingeschrieben hatten: Tanzen, Tennis, Volleyball oder Unihockey etwa. Hier haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Kenntnisse erweitert und verfeinert. Am Nachmittag konnten sie dann aus einer breiten Palette das passende Angebot aussuchen – ganz nach Lust und Laune. Aktivitäten auf dem See standen im Vordergrund.

Ob Volleyball, Unihockey oder Tanz und Gymnastik: Für die Teilnehmer war das Lager im «Centro Sportivo» in Tenero einmal mehr ein Höhepunkt.

Ob Volleyball, Unihockey oder Tanz und Gymnastik: Für die Teilnehmer war das Lager im «Centro Sportivo» in Tenero einmal mehr ein Höhepunkt.

Armin Leuenberger

Für die Lagerleitung zeichnete einmal mehr Pascal Bussmann verantwortlich. Der Lehrer aus Kriegstetten verfügt nicht nur über eine grosse Erfahrung im Umgang mit Kindern, er versteht es auch ausgezeichnet, seine Leiterkollegen zu führen. Nach drei vielseitigen Ausbildungstagen stand am Donnerstag eine anforderungsreiche Tageswanderung auf dem Programm. Vom Spruga zum Bergsee Laghetto Salei, auf den Pinone und zurück über die Alp Salei. Die 12 Kilometer lange Wanderung mit rund 1200 Meter Höhendifferenz ging da und dort ganz schön an die Substanz, der «Gluscht» nach dem Nachtessen hielt sich wohl auch deshalb in recht engen Grenzen.

Für die Teilnehmer war es nicht immer einfach, alle Ziele unter einen Hut zu bringen: Ihre vertraute Sportarten festigen, neue Sportarten kennen lernen, in einer Zeltgemeinschaft leben und die erforderliche Disziplin einhalten.

Ungewohnte Hitze

Erstmals waren auch die Schwestern Dina (15) und Svea (13) Hochuli aus Oberdorf im Lager dabei. Dina spielt bereits seit längerer Zeit Badminton beim BC Ambassador Solothurn und gehört dem regionalen Nachwuchskader an. Sie trainiert zweimal wöchentlich, dazu kommen die Engagements in regionalen Auswahlen. Svea kickt beim FC Solothurn-Zuchwil, trainiert bis zu viermal pro Woche und ist Spielerin in der Solothurner U16-Auswahl. Dort bestreitet sie monatlich zwei Trainings. «Da bleibt neben der Schule keine Zeit mehr für ein weiteres Hobby», weiss Svea. Die Hochuli-Schwestern waren sich einig: Das Tenero-Lager bereitete ihnen grossen Spass. Zu schaffen machte ihnen nur die ungewohnte Hitze.