Seilbahn
Ein Hangar? Oder doch eine Kathedrale?

In genau 100 Tagen sollen die ersten Gondeln der neuen Seilbahn auf den Weissenstein fahren – nun beginnt der Endspurt für die Bauarbeiter, die dann richtig gefordert werden.

Sven Altermatt
Merken
Drucken
Teilen
Am 20. Dezember sollen die ersten Gondeln auf den Berg fahren, für die Bauarbeiter beginnt der Endspurt.
10 Bilder
Immer wieder sind bei der Talstation in Oberdorf Besucher anzutreffen
Der Umlaufbereich bei der Talstation in Oberdorf räumt alle Zweifel aus der Welt Hier werden bald Gondeln verkehren
Weissenstein
Bauarbeiter arbeiten auf dem Nesselboden in luftiger Höhe
Die Bergstation erinnert mit ihrem geschwungenen Holzdach an einen Hangar
Die kühne Bergstation-Architektur könnte für Diskussionen sorgen
Bald werden hier die Seile aufgezogen
Der Seilbahnmast präsentiert sich im Dämmerlicht
Noch steht das Baugerüst, doch das Kurhaus Weissenstein hat eine altbekannte Nachbarin in neuer Frische erhalten

Am 20. Dezember sollen die ersten Gondeln auf den Berg fahren, für die Bauarbeiter beginnt der Endspurt.

Hanspeter Bärtschi

Die Dachlinie ist kühn geschwungen, die schlichte Formgebung erinnert an einen Luftschiff-Hangar. Ein Hangar? Auf dem Weissenstein? Reichlich absurd. Was da neben dem Kurhaus steht, ist die neue Bergstation der Seilbahn. Natürlich. Mit der üblichen Ästhetik eines solchen Gebäudes – quadratisch, praktisch, nützlich – hat diese wenig gemein. «Man könnte die Bergstation auch als Kathedrale bezeichnen», witzelt Seilbahn-Geschäftsführer Konrad Stuber. Vielleicht, ja vielleicht erhält der Weissenstein da also gerade sein nächstes Wahrzeichen. Am 20. Dezember sollen die ersten Gondeln auf den Hausberg fahren. In diesen Tagen wird das 4,6 Kilometer lange Seil den Berg hinaufgezogen. Bis es überall in den Rollen liegt, wird es noch etwa eine Woche dauern. Dann werden die Seilenden verbunden. «Spleissen» nennt sich diese Arbeit: Die Enden werden auf mehreren Metern geöffnet und neu zusammengedreht.

Noch sind die Betonwände kahl, noch stehen die meisten Seilmasten verloren in der Landschaft. Konrad Stuber weiss denn auch: «Der Endspurt wird die Bauarbeiter nochmals richtig fordern.»