Persönlich

Ein Grüner wird sicher gewählt

«Er [Daniel Urech] wird der erste grüne höchste Solothurner – das Resultat einer geradezu genialen Planung.»

«Er [Daniel Urech] wird der erste grüne höchste Solothurner – das Resultat einer geradezu genialen Planung.»

Ehrlich gesagt, in Solothurn versteht man die ganze Aufregung um die Bundesratsambitionen der Grünen nicht so ganz. Abgesehen davon, dass Regula Rytz heute Morgen kaum eine Chance haben wird, die Zauberformel zu sprengen und den aussenpolitischen Zauberlehrling aus dem Amt zu hebeln, haben die Grünen hierzulande ein höchstes politisches Amt auf sicher. Und zwar so, dass nicht einmal jemand abgewählt werden muss.

Wie das geht? Der grüne Schwarzbube Daniel Urech wird heute zum Kantonsratspräsidenten gewählt. Gewiss, Rytz wäre die erste grüne Bundesrätin. Aber Urech steht da nicht weit zurück: Er wird der erste grüne höchste Solothurner – das Resultat einer geradezu genialen Planung. Offenbar wussten die Grünen schon vor zwei Jahren, als Urech zum zweiten Vizepräsidenten des Parlaments aufstieg, dass die Partei bei den Nationalratswahlen zwei Jahre später einen erdrutschartigen Sieg einfahren würde.

Alles im grünen Bereich also. Für das Schwarzbubenland und Dorneck-Thierstein zumal. Es schadet nicht, dass dem Eindruck, SVP-Nationalrat Christian Imark sei der einzige Politiker mit Grün in den Parteifarben, der das Schwarzbubenland auf der anderen Seite der Juraketten vertrete, etwas entgegengewirkt wird. Jedenfalls hat es Daniel Urech nun in der Hand, die absehbar scheiternde Bundesratskür von Regula Rytz mit einem Glanzresultat gleichsam vergessen zu machen.

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