Die Besucher sollen am Weinfestival in Lohn aber nicht nur Weine kennen lernen, sondern auch deren Macher. Organisiert wird das Fest von der Schiller-Weinbaugenossenschaft Bucheggberg. Diese wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, südorientierte Hanglagen im Bucheggberg (wieder) für den Weinbau zu nutzen. Nach der dreijährigen Vorbereitungsphase tritt die Genossenschaft nun in die Realisierungsphase.

«Der Kanton Solothurn hat alles, was es für einen Weinbaukanton braucht», schreibt die Weinbaugenossenschaft in einer Medienmitteilung und macht auf einige wenig bekannte Tatsachen zum solothurnischen Weinbau aufmerksam. «Haben Sie gewusst, dass der international bekannte Rebsortenzüchter Valentin Blattner aus Soyhières die Rebsorte «32-7» gezüchtet hat? Und haben Sie gewusst, dass das Kloster Dornach seinen Wein aus genau dieser Sorte produziert?»

In Erlinsbach gedeihe weiter die Sorte Malbec und in Nuglar-St. Pantaleon ein Cabernet Jura, der mit 110° die höchsten Oechslewerte im Kanton Solothurn erreicht. Ein Viertel der Anbaufläche im Kanton sei, so heisst es weiter, mit interspezifischen Sorten bestückt.

Ein Glas pro Einwohner

Der Weinbauer und Rechtsanwalt Manfred Küng aus Kriegstetten gibt das Präsidium der Genossenschaft ab; er wird dem Vorstand aber weiterhin angehören. Ulrich Abbühl wird weiterhin als Vizepräsident amten, und Stefan Ryser wird wie bisher die Finanzgeschäfte führen. Neuer Präsident wird der Arzt Wolfgang Bertschmann.

Nach der Statistik wurden im Jahr 2009 im Kanton Solothurn pro Kopf der Bevölkerung 188 Gramm Trauben zur Weinbereitung geerntet; das ergibt bloss ein Glas bei einem Weinkonsum von 35,6 Liter pro Kopf. Bertschmann soll das nun ändern und die Erntemenge steigern. (szr)