Die stimmberechtigten Auslandschweizer erhalten neu auf ihren Stimmrechtsausweisen aufgedruckte personifizierte Codelisten. Die Listen enthalten für jede mögliche Abstimmungsantwort einen Verifizierungscode. Die Stimmberechtigten können damit kontrollieren, ob die bei der E-Voting-Stimmabgabe auf ihren PC angezeigten Verifizierungscodes mit den Codes im Stimmrechtsausweis übereinstimmen, teilt die Staatskanzlei mit.

Ist dies der Fall, können sich die Stimmberechtigten sicher sein, dass ihre Stimme unverändert übermittelt worden ist. «Mit der Einführung der individuell verifizierbaren Stimmabgabe können die Stimmberechtigten allfällige Manipulationen auf ihrer Plattform oder im Internet erkennen.»

Hälfte der Auslandschweizer stimmt elektronisch ab

Bereits seit vier Jahren können die im Kanton Solothurn registrierten Auslandschweizer zur Ausübung der politischen Rechte ihr Stimmrecht übers Internet elektronisch ausüben. Das Angebot wird rege genutzt. Bei der eidgenössischen Abstimmung vom 30. November 2014 haben 25 Prozent der registrierten Auslandschweizer ihre Stimme per E-Voting abgegeben.

Bei einer Stimmbeteiligung von etwas unter 50 Prozent wählte rund jeder zweite Auslandschweizer den elektronischen Weg für seine Stimmabgabe.

E-Voting für Inlandschweizer ab 2016

In einer nächsten Phase erhalten auch die Stimmbürger ausgewählter Solothurner Gemeinden die Möglichkeit, E-Voting als dritten Stimmkanal zu nutzen. «Zurzeit wird abgeklärt, welche Gemeinden sich am Projekt beteiligen wollen», heisst es im Communiqué.

Definitiv für eine vorzeitige Einführung von E-Voting hat sich bereits Zuchwil entschieden. Zusammen mit diesen Gemeinden werden die organisatorischen Abläufe und Prozesse festgelegt, damit alle Stimmberechtigten dieser Gemeinden ab 2016 erstmals elektronisch abstimmen können. (sks)