Schenkkreis-Mord
Dreifachmord von Grenchen kommt im Januar vor das Solothurner Obergericht

Vor dem Solothurner Obergericht wird vom 13. bis 17. Januar über den Schenkkreis-Mord vom Juni 2009 mit drei Toten in Grenchen verhandelt. Alle drei Angeklagten hatten das erstinstanzliche Urteil des Amtsgericht Solothurn-Lebern weitergezogen.

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Sie haben das erstinstanzliche Urteil im Schenkkreis-Mord weitergezogen: (v.l.) Guido S., Patric S. und Ruth S.

Sie haben das erstinstanzliche Urteil im Schenkkreis-Mord weitergezogen: (v.l.) Guido S., Patric S. und Ruth S.

Keystone

Die erste Instanz hatte im Mai 2012 einen damals 35-jährigen ehemaligen Spitzensportler, einen 27-jährigen ungelernten Koch und eine 51-jährige Frau des mehrfachen Mordes sowie weiterer Delikte schuldig gesprochen.

Die beiden geständigen Männer sowie die Drahtzieherin wurden je zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Frau erwirkte später, dass sie vor der Verhandlung vor dem Obergericht wieder aus der Sicherheitshaft entlassen wird.

Urteile werden teilweise oder ganz angefochten

Die drei Angeklagten fechten vor Obergericht die erstinstanzlichen Urteile teilweise oder ganz an. Der ehemalige Spitzensportler verlangt vor dem Obergericht eine Reduktion des Strafmasses.

Patric S. wird ins Amtshaus geführt
12 Bilder
Kameras begleiten den Auftritt des ehemaligen Spitzensportlers
Der 35-Jährige Hüne war Hammerwerfer.
Guido S. auf dem Weg vor Gericht
Der 27-jährige Guido S. hat früher Güggeli verkauft
Ruth S., mit Anwalt Daniel Walder Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, die Drahtzieherin zu sein. Sie bestreitet dies.
Hier findert der Prozess statt: Das Amtsgericht in Solothurn
Pius Buchmann (rechts), Verteidiger von Patric S.
Staatsanwalt Jan Gutzwiller
Die Angeklagten: Guido S., Patric S. und Ruth S.
Ruth S. während des Prozesses
Prozess zum Schenkkreis-Mord im Solothurner Amtshaus

Patric S. wird ins Amtshaus geführt

Keystone

Der ungelernte Koch fordert von der zweiten Instanz einen Freispruch in einem Nebenanklagepunkt sowie eine entsprechende Reduktion der Strafe. Die verurteilte Frau akzeptierte die rechtliche Würdigung des Amtsgerichtes nicht und macht einen anderen Sachtverhalt geltend.

Reiche Beute erhofft

Der Dreifachmord von Grenchen hatte sich im Juni 2009 ereignet. Ein 60-jähriger Mann wurde mit einem Kopfschuss niedergestreckt. Seine 55-jährige Frau und die 35-jährige Tochter wurden mit Plastiksäcken erstickt.

Dreifachmord von Grenchen 2009
7 Bilder
Wohnung der Familie in Grenchen
Der Tatort in Grenchen An der Kirchstrasse in Grenchen wurden am Samstag, 6. Juni 2009 im obersten Stock eines Wohnblocks drei Personen tot aufgefunden.
Versiegelte Türe der Dubey-Wohnung in Grenchen
Bestattung der Familie Dubey
Medieninformation der Polizei Staatsanwalt Jan Gutzwiller, Polizeikommandant Thomas Zuber und Urs Bartenschlager, der Chef der Kriminalabteilung, von links, informieren an einer Medienkonferenz der Polizei und der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn am Dienstag, 23. Juni 2009, nachdem die mutmasslichen Täter gefasst wurden.
Während der Tatort-Begehung mit den mutmasslichen Tätern warten die Medienleute vor der Wohnung

Dreifachmord von Grenchen 2009

Keystone

Die drei Verurteilten erhofften sich bei der in Schenkkreise verwickelten Familie in Grenchen fette Beute. Alle drei Täter hatten sich selber an Schenkkreisen beteiligt. Sie fanden bei der Familie jedoch lediglich 5000 Franken, 600 Euro, Modeschmuck und vier Uhren.

Zeuge nachträglich aufgetaucht

Eine vorgängige Einvernahme eines erst nach dem ersten Urteil aufgetauchten Zeugens, die für den 24. Oktober angesetzt war, wurde inzwischen abgesagt, wie eine Sprecherin des Obergerichts auf Anfrage sagte. Über den Grund konnte die Sprecherin aus Persönlichkeitsschutz keine weiteren Angaben machen.

Es sei möglich, dass dieser nachträglich aufgetauchte Zeuge im Rahmen der Verhandlungen vor Obergericht befragt werden kann. Dies erfordere aber einen Antrag von Seiten der Anklage oder der Verteidigung.

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