Prämiert

Drei Solothurner Biere werden mit dem Swiss Beer Award ausgezeichnet

Am Donnerstag wurden in Bern die Swiss Beer Awards verliehen. Unter den prämierten Biere sind drei von Solothurner Brauereien zu finden.

An den Solothurner Biertagen hat Alex Künzle bis vor 10 Jahren selbst Degustationen durchgeführt, hörte dann aber wieder auf. Der Chef der Öufi-Brauerei weiss: Das Degustieren ist etwas sehr Subjektives. Es gebe dann immer Brauer, die nicht gewählt werden und sich unfair behandelt fühlten. «Der Swiss Beer Award ist sicher die seriöseste Bierprämierung, die es in der Schweiz gibt», ist Künzle aber überzeugt. 

Es ist das Ziel des Swiss Beer Awards, die schweizerische Braulandschaft mit ihrer immensen Biervielfalt und Qualität der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Im März 2019 wurden alle biersteuerpflichtigen Brauereien in der Schweiz und Lichtenstein eingeladen, ihre Biere verschiedenster Stile einzuschicken. In Zusammenarbeit mit der Labor Veritas AG und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie Bier-Sommeliers und -Sensorikern wurden die Amber- und Bockbiere, India Pale Ale, Märzen, Schwarz- und Spezialbiere usw. nach strengen Beurteilungskriterien labortechnisch untersucht und sensorisch beurteilt und bewertet. 

Alle eingereichten Proben wurden entsprechend der Bierstile in den Degustationsablauf eingeplant. Die Proben wurden von den 38 Mitgliedern der Fachjury in anonymisierter Form verkostet. Die Fachjury bestand aus ausgebildeten Sensorikern der ZHAW, Bier-Sommeliers, Braumeistern, Bierexperten und erfahrenen Prüfern mit Wohnsitz in der Schweiz.

Die Biere wurden nach einem Punkte-System nach ihrer Optik (Schaum, Farbe), Aromatik (Aromen und Fehlaromen), ihrem Geschmack, der Konsistenz, dem Nachtrunk und dem Gesamteindruck bewertet.

Grosse und kleine Brauereien

Für die Prämierung hatte die Öufi-Brauerei vier Biere eingereicht – für jede Sorte Bier musste ein Beitrag bezahlt werden. Bei der Preisverleihung vom Donnerstag im Berner Bierhübeli kamen Brauereien aus der ganzen Schweiz zusammen. «Es ist wohl der einzige Anlass, bei dem sich die grössten und kleinsten Player treffen», so Alex Künzle. Man kennt sich in der Branche.

Mit dem «Orbi» und Weizen haben zwei Biere aus dem Hause Öufi den Award geholt. «Für uns ist das sehr schön», freut sich der Braumeister. «Das ‹Lager hell› wurde nicht ausgezeichnet, weil es offenbar zu viel Hopfen drin hatte.» Da haben die Grossen abgeräumt. Als viertes Bier war das «Südfuss» in den Wettbewerb geschickt worden.

Warum Lagerbier und «Südfuss» genau durchfielen, wird das Team noch analysieren. Die Auswertungsbögen liegen in der Brauerei bereit. Bisher hatte man mit dem HESO-Aufbau einfach noch keine Zeit, diese anzuschauen. Die Analyse sieht Alex Künzle aber als sehr wichtig an. «Das ist für die Brauer ein wichtiges Feedback.»

Als weitere Brauerei ging die in Olten ansässige Brauerei Drei Tannen ins Rennen. Hier konnte das Drei Tannen Imperial Coffee Stout überzeugen. (ldu)

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