Die Baubewilligung für den Um- und Neubau auf dem Solothurner Hausberg Weissenstein lässt wohl länger auf sich warten als geplant: Am Freitag ist die zweiwöchige Einsprachefrist abgelaufen – bis heute Montag sind drei Einsprachen gegen das Projekt eingegangen, wie beim Bau- und Justizdepartement (BJD) zu erfahren war.

Eine Einsprache stammt vom Verkehrsclub der Schweiz Sektion Solothurn, VCS. Der Verwaltungsrat der Hotel Weissenstein AG nimmt den Eingang der Einsprachen mit Bedauern zur Kenntnis. „Wir können und wollen zu den Einsprachen nichts sagen, bis wir über den materiellen Inhalt Kenntnis haben und die Konsequenzen daraus abschätzbar sind“, heisst es auf Anfrage bei der Bauherrschaft.

Spatenstich im August vorgesehen

Je nach Inhalt und Gewicht der Einsprachen könnte sich der Fahrplan der ambitionierten Um- und Neubauarbeiten auf dem Solothurner Hausberg – die Rede ist von Investitionen von rund 20 Mio. Franken – weiter verzögern. Dabei hatte die Hotel Weissenstein AG gehofft, noch im August zum Spatenstich schreiten zu können.

Hinter der Hotel Weissenstein AG stehen das Davoser Hotelier-Ehepaar Tom und Arabelle Umiker sowie der Bauunternehmer Urs Hoffmann (Baulink AG). Sie hatten die traditionsreichen Liegenschaften im Frühjahr 2015 der Regiobank Solothurn abgekauft und schon damals den Willen bekundet, möglichst schnell Nägel mit Köpfen zu machen.

Inzwischen wurden tatsächlich etliche Hürden – Klärung der Parkplatzfrage, Erarbeitung eines Notfallkonzeptes für Grossanlässe, Anpassung des Zonen- und Gestaltungsplans Weissenstein – Schritt um Schritt genommen.

Von Anfang an wurde versucht, alle am Hausberg interessierten Kreise mit ins Boot zu holen und so mögliche Stolpersteine rechtzeitig aus dem Weg zu räumen. Dass nun dennoch Einsprachen – darunter eine des in die Diskussionen eingebundenen VCS -- eingegangen sind, dürfte die Bauherrschaft deshalb auf dem falschen Fuss erwischt haben.

Mehr Betten und Glas-Anbau

Das Um- und Neubauprojekt sieht die Totalsanierung des historischen Kurhauses (unter anderem mit einer Erweiterung des Bettenangebotes) vor. Zusätzlich soll am Ostflügel ein neuer multifunktionaler Glaskubus angebaut werden, der auch die Durchführung grösserer Anlässe mit 500 und mehr Gästen erlaubt und ebenso einen Selbstbedienungsbereich beinhalten soll.

Schon früher wurde kommuniziert, dass beim Kurhaus ein neuer naturnaher Kinderspielplatz eingerichtet werden soll, der im Wesentlichen vom Kulturprozent der Migros Aare finanziert wird.

Entwicklung des Kurhauses Weissenstein im Wandel der Zeit