Kanton Solothurn
Drei bis vier Mal pro Woche werden vernachlässigte Tiere gemeldet

Beim kantonalen Veterinärdiensgehen gehen jede Woche Meldungen von Personen, welche ihre Haustiere vernachlässigen, ein. Es bewahrheiten sich zwar längst nicht alle Vorwürfe, eine Überprüfung des Halters erfolgt aber in jedem Fall.

Joshua Villing
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In den meisten Fällen handelt es sich bei den vernachlässigten Tieren und Kleintiere wie Hunde oder Katzen. (Archiv)

In den meisten Fällen handelt es sich bei den vernachlässigten Tieren und Kleintiere wie Hunde oder Katzen. (Archiv)

Keystone

Am Donnerstag wurde eine Biberisterin, in deren Wohnung man im Juli 2012 zwölf verwahrloste Katzen gefunden hatte, vor dem Amtsgericht freigesprochen. Ihr konnte die Schuld an der Situation nicht klar nachgewiesen werden.

Wie der Veterinärdienst festhält, habe man die Tiere «sehr hungrig und nahezu verdurstet» aufgefunden. Der Boden der Wohnung und die Futtergeschirre der Tiere seien mit «Glasscherben, Kotresten und Unrat stark verschmutzt» gewesen.

«Dieser Vorfall ist durchaus kein Einzelfall», erklärt Kantonstierärztin Doris Bürgi. Beim Veterinärdienst erhalte man regelmässig Meldungen wegen schlecht gehaltenen oder verwahrlosten Tieren. «Pro Woche sind es drei bis vier Fälle, welche bei uns gemeldet werden», meint Bürgi. Allerdings könnten die Vorwürfe nicht in jedem Fall bestätigt werden.

Dabei seien es oft Nachbarn der Tierhalter, welche die Missstände bemerken und deshalb aktiv werden. Bei den betroffenen Tieren handle es sich in den meisten Fällen um Kleintiere wie Hunde oder Katzen.

«Wenn wir eine Meldung erhalten, überprüfen wir vor Ort, ob die Vorwürfe gerechtfertigt sind», erklärt die Kantonstierärztin. «Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, verfügen wir Massnahmen, welche der Tierhalter umsetzen muss, um die Situation zu verbessern.» Zu einer Anzeige komme es nur, falls tatsächlich ein konkreter Verstoss gegen das Tierschutzgesetz festgestellt werden könne.

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