SP Kanton Solothurn
Diskussion beendet: Nationalrätin Heim bleibt bis 2019 in Bern

Es kommt zu keinem vorzeitigen Rücktritt von SP-Nationalrätin Bea Heim. Obwohl sich dies Teile des SP-Parteivorstandes gewünscht haben, bleibt Heim nach Gesprächen mit ihrer Partei nun bis 2019 im Amt. Dann will die bald 72-Jährige aber abtreten.

Lucien Fluri
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SP-Nationalrätin Bea Heim ist seit 2003 im Amt.

SP-Nationalrätin Bea Heim ist seit 2003 im Amt.

Keystone

Nun ist Schluss mit der Diskussion, ob SP-Nationalrätin Bea Heim im Interesse der Partei frühzeitig zurücktreten und ihrem Nachfolger mit Blick auf die Wahlen 2019 Platz machen soll. Die Geschäftsleitung der kantonalen SP und ihre Langzeit-Nationalrätin beenden entsprechende Gespräche, die vergangene Woche publik wurden. Darüber informierte SP-Kantonalpräsidentin Franziska Roth am Donnerstagabend am Parteitag in Balsthal. Man akzeptiere den Entscheid der Nationalrätin, teilt die SP-Geschäftsleitung weiter mit.

Heim setzt sich durch

Damit sind die Stimmen, die innerhalb der Geschäftsleitung einen vorzeitigen Rücktritt Heims zum Wohl der Partei gefordert hatten, unterlegen.

SP-Kantonalpräsidentin Roth bestätigte am Parteitag jedoch erstmals offiziell, dass konkrete Gespräche mit Heim über einen vorzeitigen Rücktritt geführt worden seien. „Die Frage eines allfälligen vorzeitigen Rücktrittes ist aufgekommen. Das hat man intensiv diskutiert in der Geschäftsleitung“, so Roth. Sie betonte jedoch, dass es sich dabei nur um Teile der Geschäftsleitung gehandelt habe.

Seit 2003 sitzt Bea Heim für die SP im Nationalrat.
15 Bilder
Zuvor war sie während 14 Jahren Kantonsrätin.
Bea Heim 2008 in ihrem Büro zu Hause in Starrkirch-Wil
Bea Heim zusammen mit Urs Altermatt (Solothurner Historiker) und Kurt Fluri (Solothurner Stadtpräsident, FDP-Nationalrat) 2011 beim «Treffpunkt Bundesplatz»
Nationalrätin Bea Heim beim Betanken ihres Elektrofahrzeuges.
Das Fahrzeug brannte 2013 aus. Das Feuer griff auch auf das Wohnhaus über.
«Gefährliches Zeug» oder «Rettung der Bilateralen» – Luzi Stamm und Bea Heim im «Talk Täglich»-Streitgespräch zur RASA-Initiative
Die Nationalrätin hält zahlreiche Reden. Hier 2014 an der Delegiertenversammlung der SVP.
Nationalrätin Bea Heim – ein Blick ins Archiv
Die 2015 gewählten Solothurner Nationalräte: Stefan Müller-Altermatt, Kurt Fluri, Bea Heim, Philipp Hadorn, Walter Wobmann und Christian Imark.
Bea Heim Anfang 2016 im Einsatz gegen die Durchsetzungsinitiative
Die Nationalrätin setzte sich im Juli 2017 im Rahmen einer Syndicom-Aktion gegen den Poststellen-Kahlschlag in Dulliken und Däniken ein
Bea Heim ist kein bisschen amtsmüde, sagt sie.

Seit 2003 sitzt Bea Heim für die SP im Nationalrat.

Peter Mosimann

"Keinen Druck ausgeübt"

Es sei Aufgabe, die bestmögliche Strategie zu finden und alle Szenarien zu diskutieren, führte sie weiter aus. „Selbstverständlich wussten alle Mitglieder der Geschäftsleitung, dass der Entscheid einzig und allein bei Bea Heim liegt“, betonte Roth. Und weiter: „Von Druck und Mobbing gegen Bea Heim durch Parteiexponenten kann keine Rede sein.“

SP-Nationalrätin Bea Heim lässt sich in einer SP-Medienmitteilung zitieren, dass sie sich dazu „aufgrund des Wähler- und insbesondere Wählerinnenauftrags aus den Wahlen 2015 verpflichtet“ fühle. 2019, so kündigte Heim nun aber definitiv an, will sie nicht mehr antreten. Noch vergangene Woche hatte sie dies offen gelassen.

Gewiss ist, wie die SP in Balsthal auch mitteilte: Nationalrat Philipp Hadorn wird 2019 wieder antreten, wie er gegenüber der kantonalen SP-Geschäftsleitung ankündigte. Ständerat Robert Zanetti hat sich noch nicht entschieden, ob er 2019 nach neun Jahren im Amt und mit 65 nochmals antritt. Dies solle zu gegebener Zeit im Parteivorstand diskutiert werden.

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