Fotoshooting

Diese zwei Solothurnerinnen dürfen zum Shooting für den Bauernkalender

Die zwei Solothurner Kandidatinnen Veronique (24) aus Oensingen und  Marina (23) aus Büren.

Die zwei Solothurner Kandidatinnen Veronique (24) aus Oensingen und Marina (23) aus Büren.

Im Juni finden die Fotoshootings für den Bauernkalender 2015 statt. Aus dem Kanton Solothurn sind Veronique aus Oensingen und Marina aus Büren dabei. Bei den Männern ist kein Solothurner vertreten.

Die Stimmen sind ausgezählt und die Models der 11. Girls-Edition und die 7. Boys-Edition des Bauernkalenders stehen fest. Hunderte hatten sich beworben, Dutzende schöner Bäuerinnen und Bauerntöchter stellten sich dem Casting des Bauernkalenders. Am Schluss wurden 15 Kandidatinnen aus der ganzen Schweiz ausgewählt, die den Bauernkalender zieren werden.

Von den Solothurner Männern hat es keiner in den Kalender geschafft. Unter den ausgewählten Damen befinden sich aber zwei aus dem Kanton Solothurn. Marina aus Büren und Veronique aus Oensingen sind schon seit längerem befreundet und werden den Kanton Solothurn im Bauernkalender vertreten.

«Ich freue mich sehr, dass ich es in den Kalender geschafft habe», meint die 24-jährige Veronique. Damit gerechnet habe sie allerdings keinesfalls. «Ich hatte mich ja erst etwa eine Woche vor dem Casting sehr spontan beworben.»

Denn ursprünglich habe sie gar nicht vorgehabt, sich zu bewerben. «Dann bin ich aber angefragt worden, ob ich nicht mitmachen wolle. Bisher hatten sich nämlich zu wenig Bewerberinnen aus der Region Solothurn gefunden.» So habe sie sich gedacht, «verlieren kann ich ja nichts» und sich kurzerhand beworben.

Auch die 23-jährige Marina hatte zu Beginn gar nicht im Sinn, sich für den Bauernkalender zu bewerben. «Ich wurde gleich wie Veronique angefragt, weil noch Kandidatinnen aus der Region Solothurn fehlten», so die Bürerin. Sie habe zwar erst ein wenig gezögert, sich schliesslich aber entschieden, zusammen mit Veronique mitzumachen. «Dass gerade wir beide ausgewählt werden, hätte ich nie erwartet. Als wir schliesslich dort waren, haben wir nämlich bemerkt, dass sich doch einige andere Frauen aus der Region Solothurn beworben hatten.»

Wie die Kalender-Macher betonen, wurden nur echte Bauerntöchter und -söhne oder aktive Bäuerinnen und Landwirte zum Casting eingeladen. So stammen auch Veronique und Marina aus Bauernfamilien.

«Meine Eltern haben früher gebauert. Ich habe ihnen immer ausgeholfen und helfe auch heute noch zeitweise auf Bauernhöfen aus», so die Oensingerin. «Ich liebe es einfach draussen zu sein und mit Tieren zu arbeiten.»

Marina stammt ebenfalls aus einer Bauernfamilie. «Ich besuche zur Zeit ausserdem die Bauernschule und werde einmal mit meinem Freund zusammen einen Hof übernehmen», erzählt die 23-Jährige.

Keine Bestechungsversuche

Die Konkurrenz am Casting war durchaus gross. So boten die Kandidatinen der Jury eine breite Palette: Sie sangen, tanzten oder spielten Musik, brachten selbst gebackenes Brot, Wein, Wurst und Schnaps, um die Jury zu bestechen. Eine Kandidatin brachte Pferd und Pony, ein anderes versuchte es mit dem Schwyzerörgeli. Und sie erzählten alle mit Leidenschaft von ihrem Leben und ihrer Arbeit auf dem Land.

«Es gab die Vorgabe, dass wir einen persönlichen Gegenstand mitnehmen sollten, um uns vorzustellen», erklärt Veronique. Bei ihr und Marina sei das Mitbringsel allerdings vollständig untergegangen. «Ich wollte ein Kuhglöckchen mitnehmen, auf dem mein Name und Geburtsdatum eingraviert waren. Vor lauter Aufregung habe ich es aber vergessen.»

Marina hat zwar daran gedacht ihren Gegenstand mitzubringen, dann aber vergessen auch darüber zu sprechen. «Ich habe ein Fotoalbum mit alten Fotos mitgenommen. Es lag da auf dem Tisch, aber irgendwie bin ich gar nicht darauf zu sprechen gekommen.»

Die Jury scheint sich daran allerdings nicht gestört zu haben und hat die beiden Solothurnerinnen gewählt. So wissen die zwei wenigstens etwas ganz sicher: Sie sind gewählt worden, weil sie die Jury überzeugt haben und nicht, weil sie diese bestochen haben. 

Linda Fäh hatte für die Kandidaten generell viel Bewunderung übrig: «Ich war von den Kandidatinnen und Kandidaten sehr beindruckt, bin ja selber auch ein Landei aus einem Dorf mit 2500 Einwohnern. Es gab einige unter den Bewerberinnen, die Modell- und Showbusiness-Qualität haben.»

Unterstützt wurde Linda Fäh in der Jury von Schweizer-Bauer-Redaktorin Pamela Fehrenbach (44), der amtierenden Miss-Zürich Marina Ettlin (21) und Schlagersängerin Nadine Eichenberger (22).

Äpfel und Schweizer Berge

Für die Überraschung sorgte Bauer und Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal - statt wie sonst in der Jury mitzumachen, stellte er sich als Kandidat - und wurde gewählt. Während der Boyskalender 2014 auch sechs Models enthält, geht die Ausgabe 2015 zurück an den Ursprung: 9 Models kommen aus der Schweiz und sind mit dem Landleben verbunden. Gastrecht wird lediglich einem deutschen und einem Österreicher gewährt.

Fotografiert wird die neue Ausgabe von der Solothurner Fotografin Ellin Anderegg im Juni: «Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Jungs und Mädels», sagt die Solothurner Fotografin. «Meine Aufgabe wird es sein, ihnen ihre eigene Schönheit zu zeigen und festzuhalten.»

Mit dem glarnerischen Elm als Shootinglocation werden sich auch die Schweizer Berge wieder von ihrer schönsten Seite zeigen. Mindestens ein Motiv ist aber mit Äpfeln vorgesehen, denn schliesslich ist die Mosterei Möhl Sponsor des Kalenders. (jvi/mgt)

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