Kulturwoche
Diese Woche soll Kunst und Kultur vermitteln und fördern

Die dritte Ausgabe der Solothurner Kulturwoche läuft seit Montag. Im ganzen Kanton nehmen Schulklassen an Kunstworkshops teil. Die Workshops sind laut Organisationsteam wichtig, denn «musische Fächer werden an den Schulen immer weiter reduziert».

Daniel Fasel
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Ein Werk aus dem von Ursula Fluri-Baumgartner geleiteten Workshop «LandArt – Naturkunst gestalten».

Ein Werk aus dem von Ursula Fluri-Baumgartner geleiteten Workshop «LandArt – Naturkunst gestalten».

Zur Verfügung gestellt

Was würden Sie gerne lernen? Improvisationstheater? Sketche schreiben? Oder wie man ein richtiges Ölbild malt? Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulklassen aus dem ganzen Kanton haben in dieser Woche Gelegenheit, sich künstlerisch auszuleben. 20 Kunstschaffende bieten im Rahmen der Solothurner Kulturwoche halb- oder ganztägige Workshops an.

Das Spektrum reicht von Poetry Slam bis hin zu Comiczeichnen und Didgeridoo spielen. Im ganzen Kanton werde das Angebot genutzt, sagt Ursula Steiner-Lenzin von der Interessengruppe «Kunst im Bildungsbereich», welche die Kulturwoche organisiert. Über 40 Klassen seien dieses Jahr dabei.

Kunst ist eine Alternative

«Musische Fächer werden an den Schulen immer noch weiter reduziert.» Die Flumenthalerin Ursula Steiner-Lenzin erklärt, wofür sich ihre Interessengruppe engagiert. Fünf Frauen aus der Künstlerszene setzen sich seit 2011 aktiv für mehr Kunst an den Schulen ein. Die Solothurner Kulturwoche versuche, «Gegendruck zu geben» und den Schülern etwas grundsätzlich anderes zu zeigen. Ziel dieses Projektes sei es, Kunst und Kultur zu vermitteln und zu fördern.

Die Werklehrerin und Künstlerin freut sich indes über die grosse Nachfrage nach einigen Kursen: Theaterworkshops seien sehr beliebt, aber auch Hip-Hop-Tänze sowie Musikalisches wie das Djembespielen komme gut an.

Die ersten beiden Ausgaben der Kulturwoche brachten in den Vorjahren von allen Seiten durchwegs positive Rückmeldungen. Die Mitorganisatorin sich deshalb zuversichtlich, dass die Workshops auch dieses Jahr ein voller Erfolg sein werden.

Die Faszination weitergeben

«Die Leiterinnen und Leiter entscheiden selber, wie sie den Kurs gestalten», erklärt Ursula Steiner-Lenzin. Wichtig sei, dass sie ihre Kunstform irgendwie an die Schülerinnen und Schüler bringen. Normalerweise hätten die Kunstschaffenden aber kein Problem damit, denn ihr Wirken sei immer von viel Herzblut und Faszination getragen. Die Teilnehmenden würden da automatisch mitgerissen.

Dieses Jahr können die Interessenten zum ersten Mal den Kurs «LandArt – Naturkunst gestalten» besuchen. Der Workshop wird von Ursula Fluri-Baumgartner geleitet, Die beteiligten Oltner 1./2. Klässler waren mit viel Ausdauer und Freude dabei, und die Resultate (im Bild) können sich sehen lassen. Die Waldpädagogin ist längst nicht die einzige bekannte Kursleiterin im Rahmen der Solothurner Kulturwoche: Veronika Medici, Macherin der «BilderBühnen» zum Beispiel, leitet den Workshop «Bilderwelt in der Schuhschachtel».