Drohnen

Diese verflixten Flugobjekte

Drohne (Symbolbild)

Drohne (Symbolbild)

Die Regeln für Drohnenflüge über Menschenansammlungen werden verschärft - ein Kommentar von SZ-Chefredaktor Theodor Eckert

Drohnen thronen über uns und sie schiessen: andernorts Raketen, bei uns zum Glück nur Bilder. Gefährlich kann beides sein. Selbst, wenn lediglich Fotos, oder Filmchen gemacht werden. Geschieht dies in unseren Breitengraden über Menschenansammlungen, darf mit dem mehrere Kilo schweren Fluggerät nichts schiefgehen. Gerät so ein Ding mangels Erfahrung des Steuermannes oder aus technischen Gründen ausser Kontrolle und stürzt auf Festbesucher ab, sind Personenschäden programmiert.

Das Drohnen-Angebot ist in der jüngeren Vergangenheit stetig gewachsen und die ferngesteuerten, surrenden Spinnen sind inzwischen zum erschwinglichen Allgemeingut geworden. Für wenige hundert Franken ist dabei, wer sich die Welt aus der Vogelperspektive vorführen lassen will. Worin die Motivation auch immer begründet sein mag. Das Problem sind auch in diesem Fall nicht die seriösen Betreiber dieser fliegenden Augen. Es sind vielmehr die sorglosen, die übermütigen, die zu neugierigen «Drohniers», die aus ihrem Spielzeug eine «Lenkwaffe» machen. Nicht allein wenn sie diese in die Nähe von Menschen lenken, sondern wenn sie die Dinger über Terrassen, hinter Gartenhecken oder vor Schlafzimmerfenstern schweben lassen. Spätestens dann ist die Privatsphäre von uns allen massiv tangiert.

Neben dem gläsernen Kommunikationsalltag sowie der permanenten Überwachung durch Satelliten und Abhörtechniken brauchen wir diese Form der Einblicke nicht auch noch – bloss damit einige verhinderte Hobbypiloten ihren Spieltrieb ausleben können.

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